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Viel Konfliktpotenzial zwischen Mensch, Natur und Energie

19.04.2021

Friesland /Wilhelmshaven Beim Netzausbau ist das Land in den vergangenen Jahren in der Region weit vorangekommen – aber viel ist noch zu tun: Niedersachsen steht nicht nur vor der Herausforderung, dass sich das Land mit der überwiegend auf See und an der Küste erzeugten Energie selbst versorgen muss, sondern dass die Energie auch in die Verbrauchsschwerpunkte Deutschlands transportiert werden muss.

Zum geplanten Umspannwerk mit seinen Offshore-Konverteranlagen in Friesland-Wilhelmshaven sollen noch zwei Starkstromleitungen mit 380 Kilovolt in Richtung Süden kommen, um den Windstrom von der Küste abzutransportieren.

Niedersachsens Energie- und Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat sich für einen hafennahen Standort und somit für den Standort im Voslapper Groden ausgesprochen – auch mit Blick auf die Elektrolyse von „grünem“ Wasserstoff mit Windstrom und auf die Produktion von Eisenschwamm für die Stahlindustrie. Lies spricht von „der Chance, Energiedrehscheibe Deutschlands zu werden“.

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Die Flächen in Voslapp wurden in den 1970er Jahren für industrielle Nutzung aufgespült, inzwischen sind aber die Flächen, die man der Natur überlassen hat, Vogelschutzgebiet. Für eine Bebauung dort muss laut Lies ein Ausgleich an anderer Stelle geschaffen werden. Umwelt- und Naturschutzverbände halten dieses Vorgehen in Zeiten des Artensterbens für grundverkehrt. Diskutiert wird neben dem Standort Voslapper Groden auch ein Standort in der Nähe von Sengwarden (Hofstelle Utters) und in der Nähe von Sillenstede. Dort wiederum würden Siedlungen und Bewohner in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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