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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Nebenprodukt Wärme“ wirtschaftlich besser nutzen

16.10.2019

Friesland /Wittmund Die Landkreise Wittmund und Friesland wollen in ei­nem gemeinsamen Projekt die Energiewende und den Klimaschutz voranbringen: Sie haben sich nach den Kreisen Emsland und Goslar als dritte Kommune in Niedersachsen für ein Modellprojekt zur kommunalen Wärmeplanung zusammengetan.

In dem Modellprojekt geht es unter anderem darum, die Abwärme, die in etlichen Unternehmen und Haushalten entsteht und ungenutzt verpufft, besser zu nutzen. Und natürlich soll auch ausgelotet werden, ob und wo Abwärme aus Industriebetrieben landkreisübergreifend andere Gebäude und Einrichtungen heizen kann. Brauerei oder Papierfabrik, Klinkerwerke: Beispiele gibt es sicher genug, so die beiden Landräte Holger Heymann (Wittmund) und Sven Ambrosy (Friesland).

Untersucht werden soll auch, welche Dächer in der Region für Wärmegewinnung durch Solarmodule geeignet wären. Dazu wollen die Landkreise ein gemeinsames Solardachkataster aufstellen.

Übergeordnetes Ziel des Pilotprojekts zur kommunalen Wärmeplanung und zu erneuerbaren Energien ist natürlich der Klimaschutz und sind die Ziele der Bundesregierung auf Senkung des CO2-Ausstoßes. Ziel des gemeinsamen Vorhabens beider Landkreise ist, dazu die regionalen Möglichkeiten im Bereich der Wärmeerzeugung noch mehr und effizienter zu nutzen. Und weil die Ergebnisse daraus vermutlich auf viele andere Kommunen übertragen werden können, wird das ganze Projekt von Bund und Land mit 85 Prozent kräftig gefördert. Auch die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bezuschusst das Modellprojekt.

Um die Ziele zu erreichen sollen regionale Akteure wie Kommunen, Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen motiviert werden, auf Grundlage einer Wärmeplanung ihre (Ab-)Wärmepotenziale planerisch zu erfassen und die wirtschaftliche Erschließung zu prüfen. Das könnte im Rahmen einer energetischen Quartiersanierung geschehen oder aber durch den Aufbau von (Ab-)Wärmenetzen. Das Modellprojekt soll in einem ersten Schritt nun helfen, diese Möglichkeiten überhaupt erst einmal zu ergründen. Das Politprojekt soll aber auch zeigen, wie eine kommunale Wärmeplanung sich auf das übergeordnete Raumordnungsprogramm und auf gemeindliche Bauleitplanung auswirken kann. „In dem wir das Thema im Raumordnungsprogramm verankern, wird die kommunale Wärmeplanung stärker in den Fokus gerückt“, sagt Sven Ambrosy.

Zurzeit ist geplant, bis zum Herbst 2020 einen internen Entwurf zu erstellen. Mit der Erstellung des kommunalen Wärmeplans wird ein Ingenieurbüro beauftragt. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen öffentliche Informationsveranstaltungen und Workshops stattfinden.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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