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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Nutrias Im Anmarsch: Invasion der putzigen Nager droht bald auch Friesland

12.12.2018

Friesland /Wittmund Bisher ist Friesland der einzige Landkreis in der Region, der von Nutrias weitgehend verschont geblieben ist. Doch nicht mehr lange: „Die Nutrias werden im nächsten Jahr auch bei uns ankommen, da gehen wir ganz stark von aus“, sagt Jans-Uwe Kock, Geschäftsführer der Sielacht Bockhorn/Friedeburg.

Der Landkreis Wittmund hat schon länger mit dem Nager zu kämpfen und fährt jetzt schärfere Geschütze auf: Der Landkreis Wittmund unterstützt die Anschaffung von 40 neuen Jagdfallen für die Gewässer im Kreisgebiet mit 8000 Euro. Zudem zahlt Wittmund für jedes gefangene Tier künftig vier Euro. Bisher gab es Fangprämien des Kreises nur für die kleinere Bisamratte.

Nutrias sehen Bibern ähnlich, sind aber mit rund 60 Zentimetern nicht so groß und haben außerdem keinen platten Biberschwanz, sondern einen etwa 30 Zentimeter langen, dünnen Schwanz. Sie sind jedoch größer als Bisamratten und sie richten erhebliche Schäden an.

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Nutrias kommen von zwei Richtungen nach Norddeutschland: „Zum einen wandern sie aus Ostdeutschland ein, dort gab es früher Farmen, auf denen die Tiere als Pelztiere gehalten wurden. Zum anderen kommen sie aus Belgien. Sie haben sich langsam vorgearbeitet über Nordrhein-Westfalen bis ins Emsland“, sagt Jans-Uwe Kock. In Norddeutschland unterhöhlen sie die Uferbereiche von Gewässern. „Wir fürchten natürlich auch erhebliche Schäden an den Deichen“, sagt Jans-Uwe Kock von der Sielacht. „Unser Verbandsgebiet ist noch der einzige weiße Fleck auf der Nutria-Verbreitungskarte. Aber das ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit.“

Inzwischen ist das Niedersächsische Jagdgesetz verschärft worden, so dass die Bejagung nicht nur ganzjährig erlaubt ist, sondern sogar der Elterntierschutz aufgehoben wurde. Weil immer mehr Nutrias im Landkreis Wittmund gesichtet wurden, haben sich Vertreter der Unteren Jagdbehörde beim Landkreis, der Jägerschaft sowie der Deich- und Sielachten auf die stärkere Bejagung vor allem mit Fallen geeinigt. Auch die Unterhaltungsverbände im Wittmunder Kreisgebiet beteiligen sich mit 8000 Euro an der Anschaffung von Fallen. Besonders im Wittmunder Nord-Kreis gebe es eine starke Zuwanderung der Biberratten. Der Bestand, so die Experten, ist vermutlich noch weit größer als bisher angenommen. Auch die Landkreise Aurich und Emsland haben schon zusätzliche Fallen angeschafft.

Im Landkreis Friesland gibt es bereits Fangprämien für Nutrias. „In diesem Jahr gab es aber bisher keine Fänge in Friesland“, sagt Kreissprecherin Nicola Karmires. Anfang kommenden Jahres will der Landkreis Friesland Vertreter der Jägerschaft, der Landwirtschaft und der Sielacht zu einem Gespräch einladen. Dann will sich auch Friesland auf die Zuwanderung der Nutrias vorbereiten.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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