• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Subventionierte Arbeit statt Arbeitslosigkeit

14.06.2018

Friesland /Wittmund Die Wirtschaft in den Landkreisen Friesland und Wittmund zieht weiter kräftig an, viele Stellen bleiben aber unbesetzt, weil Fachkräfte fehlen. Für Arbeitssuchende eigentlich gute Voraussetzungen, um nicht lange arbeitslos zu bleiben. Trotzdem scheitern die Menschen, die bei den kommunalen Jobcentern Friesland und Wittmund betreut werden, häufig an den Hürden auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Denn sie haben überwiegend so genannte „multiple Vermittlungshemmnisse“. Das bedeutet: sie haben mehrere Probleme, die es ihnen erschweren, Arbeit zu finden.

Kommunale Jobcenter

Seit 2012 ist der Landkreis Friesland als zugelassener kommunaler Träger für die Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) zuständig.

In Niedersachsen gibt es 16 Landkreise mit kommunalen Jobcentern. Die kommunalen Jobcenter sind im Sozialgesetzbuch II eine Besonderheit: die Landkreise organisieren die Aufgaben der Grundsicherung für Arbeitssuchende in alleiniger Trägerschaft – also ohne Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit.

Seit 2012 liegt die Zuständigkeit für die Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II, gemeint sind „Hartz IV“-Empfänger, bei den Landkreisen Friesland und Wittmund.

Damals haben die beiden Landkreise mit Zustimmung der Kreistage beschlossen, dass sie die alleinige Trägerschaft für die Jobcenter übernehmen. „Das hat gut geklappt. Wir bieten als kommunaler Träger alles aus einer Hand“, betonte am Mittwoch Frieslands Landrat Sven Ambrosy. „Bei uns hat jede Akte ein Gesicht“, sagte Wittmunds Landrat Holger Heymann.

Die Arbeitslosenquote im Bereich SGB II liegt in beiden Landkreisen bei 3,1 Prozent (Stand 2017). Ziel der kommunalen Jobcenter ist, auch diese Menschen noch in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen.

Dafür benötigen sie aber mehr Geld und ausreichend Personal. Das betonten Ambrosy und Heymann gemeinsam mit den Leitern der Jobcenter Andreas Bruns (Friesland) und Hermann Garlichs (Wittmund) bei der Vorstellung gemeinsamer Forderungen der 16 kommunalen Jobcenter in Niedersachsen an den Bund. „Wir haben zwar weniger Arbeitslose, aber die, die jetzt noch da sind, brauchen intensivere Betreuung“, sagt Bruns.

Aktiv-Passiv-Tausch

Die kommunalen Jobcenter fordern die Einführung des so genannten Aktiv-Passiv-Tauschs als Modellversuch nach dem Vorbild von Baden-Württemberg. Die Grundidee ist, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Dafür werden alle Gelder, die ein Hartz IV-Empfänger erhält, zusammengefasst. Zusammen mit dem Geld, das mit der Arbeit erwirtschaftet wird, ergibt dies einen Lohn, mit dem eine sozialversicherungspflichtige Stelle geschaffen werden kann. So sollen Langzeitarbeitslose in Unternehmen unterkommen.

Sozialer Arbeitsmarkt

Der Soziale Arbeitsmarkt soll nach dem Willen der kommunalen Jobcenter Niedersachsen geöffnet werden. Die Kriterien der Wettbewerbsneutralität, des öffentlichen Interesses und der Gemeinnützigkeit sollen wegfallen. Bisher konnten Langzeitarbeitslose nur auf solchen geförderten Stellen arbeiten, die diese Kriterien erfüllen.

Integrationskurse

Außerdem soll die Zuständigkeit für Sprach- und Integrationskurse vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an die kommunalen Jobcenter übertragen werden.

Rahel Wolf
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Weitere Nachrichten:

Landkreis Friesland | Arbeitsamt | Bund | BAMF

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.