• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Frieslands Luft macht Kinder gesund

13.08.2013

Varel Im Garten der Familie Schiffer in der Greifswalder Straße klingen fröhliche Kinderstimmen. Karin und Toni Schiffer haben zurzeit zwei Gastkinder – Veronika und Anna aus Weißrussland. Zusammen mit Ivan, Edik, den Schwestern Lera und Alina sowie Dimitri und Wlad spielen sie im schönen Garten der Schiffers. Die Brücke über den Gartenteich lädt zum Weglaufen und Fangen ein, eine kleine Gartenbank im Grünen bietet Raum für Rückzug. Und unbeschwert nutzen die acht Kinder aus dem Bezirk Dobrusch in Weißrussland die Gelegenheit zum Spiel.

Die Kinder aus Weißrussland – 24 im Alter von neun bis zwölf Jahren – werden an diesem Dienstag wieder in ihre Heimatorte zurückkehren. Der Verein „Kinder von Tschernobyl“, der den vierwöchigen Erholungsaufenthalt organisiert und dank vieler Spenden finanzieren kann, will auch 2014 Kindern aus dem vom Reaktorunglück 1986 verstrahlten Region Erholungsaufenthalte bieten. Doch dazu fehlt es an Gasteltern, die bereit sind, weißrussische Kinder für zwei Wochen aufzunehmen und zu beherbergen. Zwei Wochen bleiben die Kinder in der Jugendherberge in Schillig, zwei Wochen wohnen sie bei Gasteltern, doch deren Zahl ist kleiner geworden, weshalb auch die Größe der Gruppen abnimmt, die aus Weißrussland kommen (können), bedauern Toni Schiffer und Dieter Leistner.

„Manche Gasteltern haben Angst vor Sprachproblemen – dazu besteht kein Anlass“, sagt Tanja Metzner (36). Sie selbst stammt aus Weißrussland und lebt seit zweieinhalb Jahren in Varel. Die Kommunikation klappe mit Händen und Füßen und notfalls mit dem Wörterbuch, sagt auch Irene Leistner, die seit vielen Jahren Tschernobyl-Kindern Obdach bietet. Und als Dolmetscherin fungiert Tanja Metzner, die mit ihrem Mann Klaus ebenfalls Gastkinder aufgenommen hat. Sie selbst war als 13-Jährige zu einem Erholungsaufenthalt auf Kuba und kam 2000 als Begleiterin erstmals nach Friesland. „Die Kinder sind einfach schwach“, sagt sie zum Gesundheitszustand der Kinder aus Dobrusch. Die Region Dobrusch war die, die 1986 besonders stark dem radioaktiven Fallout ausgesetzt war. Schilddrüsenerkrankungen, leider auch Krebserkrankungen sind zwei Folgen. In Friesland helfen frische Luft und vitaminreiche Ernährung, die Konstitution aufzubauen.

„Gasteltern – das bedeutet Spaß und Abwechslung, die Möglichkeit, andere Leute kennenzulernen“, sagt Tanja Metzner. Und Frieda und Fred Eilers aus Bekhausen, die erstmals Gasteltern waren, berichten von dem unkomplizierten Aufenthalt der Kinder. „Die Kinder haben bei uns gespielt und waren einfach glücklich“, sagt Frieda Eilers.

Irene und Dieter Leistner haben sich übrigens selbst nach Weißrussland aufgemacht und sich umgesehen, wie die Menschen dort leben. Deshalb sind sie auch überzeugt, dass die Erholungsaufenthalte für die Kinder fortgesetzt werden müssen. Wer Interesse hat, kann sich bei Dieter Leistner (Tel. 04451/2496) oder Toni Schiffer (Tel. 04451/961 11 20) melden. Der Verein „Kinder von Tschernobyl“ dankt den vielen Firmen, Einzelpersonen und Vereinen der Region für vielfältige Unterstützung.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2091
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.