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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Ärger: Garten seit Wochen unter Wasser

22.10.2011

VAREL Anja Heuser ist verzweifelt. Seit sechs Wochen steht ihr Garten an der Raiffeisenstraße in Varel unter Wasser. Die Beete bestehen nur noch aus Schlamm, der Rasen ist überflutet und die Terrassenmöbel versinken im Wasser. „Wir können uns im Garten nicht mehr aufhalten“, sagt Anja Heuser. „An der tiefsten Stelle steht das Wasser 40 Zentimeter hoch“, ergänzt ihr Mann Andreas Heuser. Jetzt hat das Ehepaar Angst, dass das Wasser auch noch in den Keller läuft.

Auch Nachbarn betroffen

Das Ehepaar wohnt seit sieben Jahren in dem Haus an der Raiffeisenstraße in Varel, solch eine Überflutung hat es noch nie erlebt. „Auch bei unserem direkten Nachbarn ist der Garten voller Wasser und andere Nachbarn klagen auch über nasse Gärten“, berichtet Anja Heuser. In ihrer Not wandte sich die 47-Jährige an die Stadtverwaltung. „Ein Mitarbeiter des Bauamtes hat sich den Garten angesehen und dem OOWV Bescheid gesagt“, so Tanja Heuser. Der OOWV habe dann auch eine Firma mit Pumpe vorbeigeschickt. Das Abpumpen habe jedoch nur einen kurzfristigen Erfolg gebracht, schon nach kurzer Zeit war der Garten wieder eine Seenlandschaft.

Anja und Andreas Heuser sind ratlos: „Die Mitarbeiter der Stadt und des OOWV haben uns gesagt, dass sie uns nicht helfen können“, sagt Anja Heuser, „wir wissen nicht mehr weiter“. Das Ehepaar vermutet, dass die umfangreichen Kanalbauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße in Varel etwas mit ihrem überfluteten Garten zu tun haben. Dort wurde vor einem Jahr der Kanal erneuert und von Misch- auf Trennsystem umgestellt. Die Grundstücke erhielten einen separaten Regenwasseranschluss und dürfen ihr Regenwasser nicht mehr in den Schmutzwasserkanal leiten. Betreiber der Abwasserbeseitigung ist der OOWV.

Auch OOWV ratlos

In seiner Ratlosigkeit hat sich das Ehepaar an die NWZ  gewandt. Auch Bernhard Zimmering, Dienststellenleiter der OOWV-Betriebsstelle in Schoost, kann sich die Überflutung in dem Garten nicht erklären. „Wir wissen nicht, wo es herkommt, wir haben dort keine Leitung, aus der das Wasser herausfließen könnte“, sagt er. Er vermutet, dass das Problem mit dem Grundwasserspiegel zusammenhängt, zumal der Garten in einer Senke liegt.

Die Vermutung, dass die Kanalbauarbeiten des OOWV an der Friedrich-Ebert-Straße die Bodenschichten gestört haben und sich das Wasser dadurch andere Wege gesucht hat und in den Gärten an der Raiffeisenstraße an die Oberfläche getreten ist, hält Bernhard Zimmering für unwahrscheinlich: „Wir haben in der Friedrich-Ebert-Straße in Varel die Leitungen nur erneuert.“

Varels Bauamtsleiter Jörg Kreikenbohm vermutet, dass in den Gärten oberflächennahes Wasser zutage tritt, möglicherweise aus den höher gelegenen Gebieten westlich der Friedrich-Ebert-Straße. „Eine Ursachennennung wäre rein spekulativ“, sagt Kreikenbohm, „es ist aber auszuschließen, dass es sich um Wasser handelt, dass von der Straße herfließt“. Damit könne die Stadt als Verantwortliche ausgeschlossen werden.

Drainage verlegen

Das Ehepaar steht mit seinem Problem weiter allein da und fragt sich, wie es seinen Garten trockenlegen kann. Jörg Kreikenbohm regt an, dass vielleicht eine Lösung darin liegen könne, dort eine dauerhafte Drainage zu verlegen.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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