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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Denkmalschutz: Gebäude macht Ratsmitglieder ratlos

01.07.2011

VAREL Es war mehr ein Seufzer, mit dem SPD-Ratsherr Erich Hillebrand in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses eine kleine Debatte einleitete. „Ich frage nach dem Hansa-Gebäude“, sagte Hillebrand zum Tagesordnungspunkt Mitteilungen und fügte an: „Das ist ja wirklich ein Schandfleck. Kann man das nicht auch in ein Sanierungsgebiet packen?“, fragte Hillebrand nach städtebaulichen Möglichkeiten, das verfallende Gebäude zu retten oder das Areal zu überplanen – wie das Kasernengelände (das ebenfalls als Sanierungsgebiet ausgewiesen wurde, um Investitionen steuerlich zu begünstigen; die NWZ  berichtete). Stadtplaner Olaf Freitag versprach, die Idee zu prüfen. Von der Größe des Geländes halte er die Möglichkeit für eher unwahrscheinlich, dass das Hansa-Gelände über das Städtebauförderungsprogramm gefördert werden könne. MMW-Fraktionsvorsitzender Iko Chmielewski hält ein solches Vorgehen „für das vollkommen falsche Signal“. Belohnt würde dadurch ein Investor, „der sein Kapital so verkommen lässt. Ein erster Schritt wäre eine Enteignung“, sagte Chmielewski.

Bürgermeister Gerd-Christian Wagner wies darauf hin, dass es in vielen Städten Immobilienbesitzer gebe, die ihr Eigentum vernachlässigen und verkommen lassen. Es gebe eine Initiative, die Kommunen in solchen Angelegenheiten zu stärken über eine Änderung des Baugesetzbuchs. Eine Enteignung würde aber auch bedeuten, dass die Stadt den Eigentümer entschädigen muss. Andererseits müsse man sich wirklich schämen für das Gebäude. „Wenn ich das rechtliche Instrumentarium hätte, würde ich es liebend gerne umsetzen.“

Die Stadt hat wiederholt eingegriffen und Unkraut entfernt, den Gehweg von Schnee und Eis befreit sowie Notreparaturen an Dach und Fassade sowie Fenstern vorgenommen. Die Kosten dieser Maßnahmen werden dem Besitzer in Rechnung gestellt – nicht bezahlte Rechnungen können im Grundbuch eingetragen werden. Die SPD-Ratsmitglieder Georg Ralle, Hannelore Schneider und Erich Hillebrand beharrten: „Wir müssen den Schandfleck beseitigen im Sinne der Bürger.“

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Das viergeschossige Gebäude wurde 1911 auf dem Gelände des früheren Eisenwerks errichtet und von 1911 bis 1930 von der Hansa zur Automobilproduktion genutzt. Nach dem Verkauf des Unternehmens und der Schließung des Standorts gelangte es 1938 in den Besitz des Reichsfiskus, nach dem Krieg wurde es von der Standortverwaltung genutzt (bis 1996), 1998 wurde es erstmalig zum Verkauf angeboten. Schließlich wurde es 2001 an einen Privatmann verkauft.

Betreten kann der Besitzer sein Gebäude übrigens erst, wenn er den Schlüssel auf dem Polizeikommissariat in Varel abholt. Dort hängt er seit einiger Zeit zur Aufbewahrung. Die Stadt hatte das Schloss wegen Reparaturarbeiten auswechseln lassen.

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