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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Gegenbesuch in Weißrussland

11.05.2009

VAREL Vor 13 Jahren ist Dieter Leistner aus Varel zum ersten Mal in der Tschernobyl-Region gewesen. Damals holte der Busfahrer eine Gruppe von Kindern aus der Tschernobyl-Region ab, die von dem Reaktorunglück 1986 besonders betroffen ist.

Die einfachen Lebensverhältnisse in Weißrussland und die Lebensbedingungen für die Kinder beeindruckten Leistner nachhaltig. „Das hat mich beschäftigt“, sagte Leistner. Mit seiner Frau Irene beschloss er, „dass wir uns dort engagieren“. 2007 und 2008 nahmen sie selbst mit Maxim und Atschem zwei Jungen auf, die aus dem Dorf Iwaki in der Region um Gomel stammen. Dorthin hat der Verein Kinder von Tschernobyl seit vielen Jahren Kontakte.

Auch in diesem Jahr werden die Leistners zwei Kinder aufnehmen und zusätzlich ihre beiden Schützlinge Atschem und Maxim einladen. Mittlerweile sind die beiden 14 und 15 Jahre alt. Im nächsten Jahr könnten die beiden nicht mehr so einfach kommen, weil dann die Berufsschule beginnt. Irene und Dieter Leistner wollten aber nicht nur den Kontakt zu den beiden in Deutschland – sie besuchten die Kinder im weißrussischen Iwaki, 2000 Kilometer von Varel entfernt. Als Dolmetscher nahmen sie ein Ehepaar, das der russischen Sprache mächtig ist: Swetlana und Stefan Bittner aus Varel. Erst in Weißrussland meldeten sie sich per Telefon in Iwaki an – und ernteten ungläubiges Staunen. Niemand in den Familien hätte geglaubt, dass tatsächlich einmal Besuch aus Friesland sich nach Iwaki verirrren könnte. Um so herzlicher die Aufnahme in den Familien. „Als hätte man sich schon länger gekannt“, berichteten die beiden Leistners. Von der Stadt Gomel aus besuchten sie jeden Tag eine Familie in Iwaki, die

schon einmal Kinder nach Friesland zu Erholungsaufenthalten geschickt hatten. Die Lebensverhältnisse der Menschen in Iwaki beschreiben die Leistners als einfach. Fließendes Wasser in den Häusern ist keine Selbstverständlichkeit, einige Haushalte müssen das Wasser aus dem Brunnen schöpfen. Und alle Haushalte haben Haustiere wie Hühner, Ziegen oder Schweine. Mit ihrem Besuch wollten sie dafür sorgen, „dass sich vielleicht auch andere für die Tschernobylhilfe engagieren“, erläuterten die Leistners nach der Rückkehr.

Hilfe für Kinder

Der Verein Kinder von Tschernobyl setzt sich seit vielen Jahren für die materielle Unterstützung von Familien in Weißrussland ein. U.a. werden Erholungsaufenthalte finanziert und Spenden für die medizinische Versorgung gesammelt: LzO Konto 052321213 (BLZ 28050100); Voba Jever 1184757003 (BLZ 28262254)

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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