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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

GPS-Beschäftigte streiken für mehr Geld

17.06.2016

Varel 150 Beschäftigte der Gemeinnützigen Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit (GPS) Wilhelmshaven sind am Donnerstagmorgen einem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt. In Varel zogen sie mit Plakaten, Rasseln und Trillerpfeifen durch die Innenstadt und demonstrierten für die Aufnahme von Gesprächen über einen Tarifvertrag.

Die GPS ist eine Tochter des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Niedersachsen. „Wir haben die Geschäftsführung im Dezember 2015 zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Sie wurden aber bislang stets abgelehnt“, sagte der zuständige Gewerkschaftssekretär Natale Fontana. Derzeit gilt eine 2008 beschlossene Betriebsvereinbarung. Der letzte Tarifvertrag wurde 2002 geschlossen. Der gilt jedoch nur noch für rund 300 der Insgesamt 1200 Beschäftigten in den 60 Einrichtungen. Der Unterschied für einen Beschäftigten, der die selbe Arbeit verrichtet: „300 bis 500 Euro pro Monat“, rechnete der Gewerkschafter vor.

„Die Schere ist dramatisch“, sagte ein Vertrauensmann, der aus Angst vor Personalgesprächen anonym bleiben möchte. „Die anspruchsvolle Arbeit mit Behinderten wird nicht mehr entsprechend vergütet.“ Auch die Rekrutierung von Fachkräften sei deshalb schwierig. Viele Stellen blieben unbesetzt. Ein transparentes Tarifsystem könne das ändern.

Viele der GPS-Beschäftigten, die in Varel mehr Lohn forderten, fühlen sich nicht ernst genommen. „Die GPS ist finanziell gut aufgestellt“, sagte Natale Fontana. Jüngst kaufte sie die Krankenhaus- Küche in Winkelsheide (die NWZ  berichtete), die nach dem Verkauf des St.-Johannes-Hospitals für 6,9 Millionen Euro vom Kreis Friesland nicht übernommen wurde.

Die Aktion am Donnerstag in Varel war bereits der vierte Ausstand der GPS Wilhelmshaven. „Und es sind weitere Streiktage geplant“, kündigte Natale Fontana an. Der Streik war parallel zu einer Verwaltungsratssitzung des Paritätischen angesetzt worden, um die Forderungen zu unterstreichen. „Diese wurde aber kurzfristig abgesagt“, bedauerte Natale Fontana.

„Wir wollen gar nicht streiken, wir wollen verhandeln“, betonten die Vertrauensleute im Gespräch mit der NWZ . Dabei würden sie sogar auf die Arbeitgeber zugehen und einen Haustarif akzeptieren. „Aber dieser fährt eine Alles-oder-nichts-Strategie.“


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzonline.de/videos/friesland 
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Olaf Ulbrich
Redaktionsleitung Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2501

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