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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Artenvielfalt: „Das ist Verunglimpfung“

16.07.2020

Grabstede Der Ortslandvolkverein Grabstede, Bredehorn, Jührdenerfeld hat den Naturschutzbund Nabu scharf für das „Volksbegehren Artenvielfalt Niedersachsen“ (NWZ vom 9. Juli) kritisiert. „Leider haben viele Mitbürger heute keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft, die Jüngeren unter uns haben die Entwicklung nicht miterlebt und werden von den Naturschutzverbänden mit massiven Behauptungen beeinflusst“, schrieben jetzt die Vorstände Uwe Sieckmann, Armin Ohmstede, Hans Hobbensiefken und Klausjan Meinen in einer gemeinsamen Mitteilung.

Aus unterschiedlichen Gründen würden immer mehr Bauern ihre Höfe aufgeben. „In den Bauernhäusern, wo vor wenigen Jahrzehnten noch mehrere Generationen zusammenlebten und ihr Einkommen erzielten, wohnen nun kleine Familien ohne landwirtschaftliche Einkünfte,“ so der Vereinsvorstand. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen seien an die noch wirtschaftenden Betriebe verkauft oder verpachtet oder wurden in den Dörfern in Bauland umgewandelt und somit den Siedlungen mit sehr kleinen Grundstücken in den Dörfern geopfert worden. „In vielen dieser Gärten wachsen heute Kieselsteine, Mähroboter erlauben keinem Gänseblümchen oder Löwenzahn auch nur eine Blüte. Diese Entwicklung schreitet fort. Überall wird gebaut, Landflächen gehen unwiederbringlich verloren, auch durch Ausgleichsflächen und Naturschutzgebiete und werden somit knapp und teuer. Die Folge: intensive Bewirtschaftung“, heißt es.

Der Ortslandvolkverband zitiert in der Mitteilung auch Martin Heinze, Sprecher des Nabu Varel: „Die Bauern mähen zu früh und zu oft, fast nur noch Hochleistungsgräser auf den Wiesen, die Artenvielfalt bleibt auf der Strecke.“ Zudem stellte der Verein fest: „Umweltministerin Svenja Schulze, auch Nabu-Mitglied, macht allein die Landwirtschaft für den Klimawandel, die Gewässerverschmutzung, den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich.“

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Direkt an Martin Heinze gerichtet schrieb der Verein: „Sie sorgen mit Ihrer Aktion dafür, dass die Landwirtsfamilien zu Unrecht als Naturschänder verunglimpft und aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden, dass Kinder aus diesen Familien in der Schule gemobbt werden.“

Bauern hätten heute schon den Ruf, nur von Subventionen zu leben. „Die Wahrheit ist, dass Subventionen nur ein Ausgleich für hohe, streng kontrollierte Auflagen sind, die es in Staaten außerhalb der EU, welche ihre landwirtschaftlichen Produkte nach Deutschland importieren, nicht gibt. Unter den Bedingungen der Zukunftsvisionen 2050 von Svenja Schulze werden die Bauern tatsächlich kein ausreichendes Einkommen erzielen, familiengeführte landwirtschaftliche Betriebe wird es nicht mehr geben.“

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