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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

ABFALL: Grüner Punkt nicht immer gelber Sack

07.04.2007

Sammlung und Sortierung von Verkaufsverpackungen

Laut Verpackungsverordnung müssen Hersteller und Vertreiber Verpackungen zurücknehmen und einer umweltgerechten Verwertung zuführen. Dazu können sich Unternehmen an bundesweiten Rücknahmesystemen beteiligen.

Gelbe Säcke dienen der Entsorgung von Verkaufsverpackungen mit dem Signet Grüner Punkt beim privaten Endverbraucher. Als private Endverbraucher gelten laut Verpackungsverordnung auch Gaststätten, Krankenhäuser, Kantinen und ähnliche Einrichtungen.

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Verpackungen aus Papier und Altglas sind ebenfalls mit dem grünen Punkt gekennzeichnet, werden aber über getrennte Systeme eingesammelt. Eine Ausnahme bilden nassfeste Papiere wie Tiefkühlverpackungen, sie gehören in den gelben Sack.

Gewerbliche Verpackungen gehören nicht in den gelben Sack. Sie werden von örtlichen Abfuhrunternehmen nach jeweiliger Quotisierung des Gewerbebetriebs entsorgt. Bei der Quotisierung werden die unterschiedlichen Rücknahmesysteme wie Duales System Deutschland (DSD), Interseroh, Lanbell und Zentek berücksichtigt, aber auch der Anteil an Verpackungen ausländischer oder anderer Hersteller ohne Anschluss an Rücknahmesysteme.

Mehr Informationen unter www.gruener-punkt.de

Gewerblicher Abfall gehört nicht in den gelben Sack. Diesbezüglich musste die Firma Nehlsen Aufklärungsarbeit in Varel leisten.

Von Anke Wöbken VAREL - Ob Milchtüten, Joghurtbecher oder Folien – auf nahezu allen Verpackungen findet sich heutzutage ein grüner Punkt als Zeichen für weiterführende, umweltgerechte Verwertung. Diese Materialien gehören in den gelben Sack, zumindest die, die beim privaten Endverbraucher anfallen. Mitnichten trifft dies jedoch für Verpackungen aus Gewerbebetrieben zu, selbst wenn diese einen grünen Punkt aufweisen. Grüner Punkt heißt nicht immer gelber Sack – um diese Erfahrung reicher sind seit kurzem zahlreiche Geschäftsleute in der Vareler Innenstadt.

Die Diskussion um Verpackungsmüll aus Gewerbebetrieben entbrannte vor einigen Wochen, als zahlreiche gelben Säcke mit Verpackungsmüll aus Gewerbebetrieben nicht wie gewohnt entsorgt wurden, nicht wie früher von den Müllbetrieben Varel beziehungsweise seit 2006 von der Karl Nehlsen GmbH &Co. KG abgefahren wurden. „Die Abfuhr der Säcke erfolgt ja alle vier Wochen, da hatte ich auf einmal 40 Säcke auf dem Hof stehen“, sagte Jens Redeker, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Varel. „Inzwischen haben wir das Problem aber gut im Griff“, erklärt Sven de Groot, Betriebsstättenleiter der Firma Nehlsen in Varel.

Das „Problem“ besteht darin: Hersteller und Vertreiber zahlen für Verpackungen in der Regel Lizensgebühren für bundesweite Rücknahmesysteme. Früher war dies der eigens dafür gegründete Monopolist Duales System Deutschland (DSD). Seit der Marktöffnung 2004 gibt es jedoch auch Konkurrenten wie Interseroh, Landbell oder Zentek, die laut EU-Kommission ebenfalls das Signet Grüner Punkt nutzen dürfen.

Aufgabe der Geschäftsbetreiber ist es nach Angaben von de Groot daher, die entsprechenden Partner der Herstellerfirmen zu ermitteln, damit der Verpackungsmüll auch „in die richtigen Kanäle fließt.“ Ralf Hatesaul, zuständig für den Vertrieb bei Nehlsen, hat mittlerweile mit vielen Geschäftsinhabern in Varel ein so genanntes Basisdatenblatt erstellt, anhand dessen eine Quotisierung aufgestellt wird. Diese geht „eventuell auch zu 100 Prozent“ auf, so de Groot, das bedeutet kostenlose Entsorgung. Einige Hersteller in Deutschland haben jedoch noch Schlupflöcher in der Verpackungsverordnung gefunden und beteiligen sich an keinem Rücknahmesystem, und Hersteller aus dem Ausland sind bezüglich Rücknahmesystem schon gar außen vor. So muss deren Anteil an Verpackungsmüll jeweils berechnet und die Entsorgung zu diesem Anteil vom Geschäftstreibenden finanziell übernommen werden. Die Abfuhr bietet die Firma Nehlsen jedoch in jedem Fall an. Sie stellt Gewerbetreibenden Abfuhrsäcke zur Verfügung und

sammelt diese auf Abruf ein. So ist es zum Beispiel inzwischen mit Jens Redeker vom Modehaus Redeker in Varel vereinbart.

Die gelben Säcke des DSD sind hingegen ausschließlich für Verkaufsverpackungen aus privaten Haushalten vorgesehen, dessen Quotenregelung übernimmt das DSD. Für das Einsammeln dieser Säcke erhält die Firma Nehlsen eine Pro-Kopf-Pauschale vom DSD, die nur private Endverbraucher einbezieht. „Wir haben eine Vorgabe. Sammeln wir durch Fehlbefüllung, wie beispielsweise Gewerbemüll, zu viel ein, zahlen wir drauf“, so de Groot.

„In der Vergangenheit ist die Abfuhr oft nicht richtig gelaufen“, erläutert er. Würde die Entsorgung jedoch weiterhin wie zuvor gehandhabt, entstünde der Firma sehr schnell ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden.

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