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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Landwirtschaft: Grünland langfristig erhalten

31.10.2014

Wesermarsch /Friesland Blauer Himmel, saftiges grünes Gras, weidende Kühe. In Oldenbrok-Niederort in der Wesermarsch ist die Welt noch in Ordnung. Landwirt Jürgen Meinardus steht auf dem Wirtschaftsweg direkt neben seinen Milchkühen. „Dieses Wetter muss man nutzen. Das Gras steht gut. Ich bin froh über jeden Tag, an dem ich die Kühe raus lassen kann. Das ist ein bisschen weniger Arbeit und die Kühe freuen sich“, sagt Meinardus.

Gute Qualität

Der Landwirt führt einen für die Wesermarsch typischen Milchviehbetrieb. Er verfügt über genügend Flächen am Hof und freut sich, wenn das Wetter mitspielt und die Wiesen ordentliches Futter liefern. „Dieses Jahr war ganz in Ordnung. Schon im April hatte das Gras gute Qualität“, sagt Meinardus im Gespräch mit der NWZ .

„Die Art und Weise wie auf dem Hof gewirtschaftet wird entspricht dem gängigen Verbraucher-Image. Auf vielen Milchpackungen sind weidende Kühe zu sehen“, sagt Dr. Arno Krause, Geschäftsführer des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen. Partner des Grünlandzentrums ist auch der Landkreis Friesland.

Er weiß, dass in Niedersachsen immer mehr Kühe in immer größeren Betrieben im Stall gehalten werden. Und er weiß, dass die Landesregierung ein Weidehaltungs-Programm zum Schutz des Grünlandes bereits im Koalitionsvertrag festgeschrieben hat.

Dieses politische Ziel soll nun praktisch umgesetzt werden und wird vom Grünlandzentrum Ovelgönne aus federführend koordiniert. „Wir sind aber noch ganz am Anfang“, sagt Anne Francksen, Projektleiterin Weideland Niedersachsen.

Zunächst müsse ein Gremium geschaffen werden um vernünftige Standards festzulegen, damit die landesweite Initiative zur Weidehaltung die nötige Transparenz und Durchschlagskraft erhalte.

Bemerkenswert ist, dass die Molkerei Ammerland bereits seit 2011 ein Weidehaltungs-Programm forciert. Weit mehr als 1000 Milchviehhalter machen inzwischen mit und führen ein Weide-Tagebuch. Dafür erhalten sie eine pauschale Aufwandsentschädigung. Und seit dem Sommer wird die Kampagne auf den Milchpackungen, in denen sich Weide-Milch befindet, kommuniziert. „Wir engagieren uns für das Grünland. Die Weidehaltung ist typisch für unsere Region“, so das Unternehmen.

Vorbild Niederlande

In den Niederlanden gibt es bereits seit Jahren separat abgefüllte „Weidemelk“. Landwirte, die ihre Kühe an 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden auf die Weide schicken, erhalten für diese Milch mehr Geld.

Ob und wann auch in Niedersachsen „Weide-Milch“ mit eigenem Label in die Regale kommt, bleibt abzuwarten. „In Deutschland achten die Verbraucher sehr stark auf den Preis. Und zudem ist bekannt, dass auch Kühe im Stall sehr gute Milch liefern“, sagt Anne Francksen. Sie bewirtschaftet einen Betrieb, ist also vom Fach und dokumentiert bereits seit längerer Zeit die Weidehaltung ihrer Vierbeiner.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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