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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Güterzüge, Lärm und Lebensqualität

04.10.2013

Varel Die meisten Vareler und auswärtigen Besucher des Pferde- und Fohlenmarktes sind mit dem Standort Schlackeplatz an der Windallee zufrieden. Das ergab eine – freilich nicht repräsentative – Umfrage unter Besuchern, die zum Stand der Rollenden Redaktion der NWZ  gekommen waren.

Vielen gefällt die von Bäumen umgebene Anlage, die auch ausreichend groß sei. Heinz-Günter Suhren, Vorsitzender des Familienvereins „Die Haferkämper“, findet den Schlackeplatz sogar besser als die Schützenwiese geeignet. So sieht es auch Anneliese Kaiser(Varel).

Heidrun Bleß findet den Schlackeplatz „idyllisch eingebunden, aber in Bezug auf den Pferdemarkt wünsche ich mir mehr Händler“. Man sollte den landwirtschaftlichen Charakter der Veranstaltung hervorheben. Mit dem Rasse- und Ziergeflügelzuchtverein allein sei es nicht getan.

Schranken geschlossen

„Auch die Stadt könnte informieren“, sagte die Varelerin mit Hinweis auf die Bürgerinitiative, die Unterschriften gegen den Verkauf der Kuranlage Deichhörn sammelte. Esther Oberreuther aus Varel findet den Standort ebenfalls „nicht verkehrt“ , für Besucher werde auch eine Menge geboten. Eckhard Sadzio regte an, den Kramermarkt auf den Schlackeplatz zu verlegen. „An und für sich schön“, aber zu viele Propagandisten mit Putzmitteln, vermisst Siefke Goldenstein aus Zetel eine rundere Mischung. Viele Themen wurden am Stand der Rollenden Redaktion angesprochen. Karin und Dieter Thewke leben in einem Haus nahe dem Bahnübergang in Dangastermoor an der Straße Zum Jadebusen. Er fragte nach dem Stand der Dinge in Sachen Bahnunterführung. Als betroffener Anwohner hat er sich Gedanken gemacht, wie sich die Schrankenschließzeiten in Dangastermoor verändern, wenn dort (lange) Güterzüge Container von und nach Wilhelmshaven transportieren. Bei den längeren Güterzügen hat er selbst schon einmal auf die Uhr geschaut und exakt 4 Minuten und 32 Sekunden als Schrankenschließzeit für einen längeren Güterzug gemessen. „Wenn dann 130 Züge am Tag fahren, gibt es einen ordentlichen Rückstau“, sagte Dieter Thewke. Schon jetzt seien Staus zu beobachten, obwohl der Jade-Weser-Port ja noch gar nicht richtig in Schwung gekommen ist. Und Karin Thewke regte an, vor dem Nordseebad Dangast geeignete Flächen als Parkplätze auszuweisen, um die Autos der Tagesbesucher am Ortseingang abzufangen. So sieht es auch Heidrun Steppert aus Varel, die sich einen solchen Parkplatz am Ortseingang wünscht. Man solle die Autofahrer zwingen, ruhig einmal 50 Meter zu laufen. „Da sollte man mutiger sein.“

Besucher aus anderen Orten, wie Hans-Dieter Röben aus Zetel, stört dagegen die geltende Parkgebührenregelung auf dem Parkplatz beim Krankenhaus. Dort werden die Parkflächen von einer privaten Firma bewirtschaftet, die auch ein Strafgeld erhebt, wenn die Parkzeit überschritten ist. „Das gibt es nur in Varel, nicht in Westerstede und Wilhelmshaven“, sagte Röben zu der Gebührenpflicht. „es haben sich schon viele beschwert“, weiß er, der des Öfteren in Varel in Facharztpraxen gesessen hat, um Angehörige abzuholen oder nach Varel zu bringen.

Parken am Hospital

In der Wartezeit in den Praxen komme es vor, dass man noch Geld nachwerfen muss, um kein Strafgeld zu kassieren. Er wünscht sich die Schrankenanlage vor den Parkplätzen zurück, die in diesem Jahr abmontiert und gegen Parkscheinautomaten ersetzt wurden. Der Vorteil der Schrankenanlage: Man braucht nicht nachwerfen, zahlt erst nach dem Arztbesuch. Es gibt auch Lob für Varel. Und das bezieht sich auf die Lebensqualität. Annegret Schlotmann, die mit ihrem Mann vor fast 30 Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Schwei gezogen war, lebt seit zwei Jahren in Varel. Sie lebt mitten in der Innenstadt und schätzt die kurzen Wege. „Ohne Auto ist man in Varel gut aufgehoben“, ist ihre Erfahrung. Der Pferde- und Fohlenmarkt mit seiner Mischung und interessanten Ständen gefällt ihr. „Das Spargelfest und das Kürbisfest waren gut, das Stadtfest eine Katastrophe vom Lärm her“, ist ihre Meinung. Beim Stadtfest war sie als Innenstadtbewohnerin vom Musiklärm betroffen.

Hans Begerow
Leitung
Politik/Region
Tel:
0441 9988 2091

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