• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Versuch mit neuen Spundwänden

15.11.2018

Hohenkirchen Der Eigenbetrieb Wangermeer hat die niedrigen Wasserstände im See genutzt, um die Ufer weiter zu sichern: Bereits im Sommer wurde die Uferbefestigung an der „scharfen Ecke“ im Süden neu angelegt – das geschah im Rahmen der Gewährleistung, berichtete Wangermeer-Betriebsleiter Torsten Meuer am Dienstagabend im Fachausschuss.

Auch am Nordufer wurden die Kanten neu befestigt. Zurzeit wird eine Spundwand gesetzt, die sich vom Nordost-Ufer am Ostufer entlang bis zur Fußballgolf-Anlage erstreckt. Der Grund: Durch den massiven Wellenschlag bei hohen Wasserständen sind in den vergangenen Jahren an den Ufern starke Abbruchkanten entstanden. Im Bereich des Activity-Parks werden Spundwände aus Kunststoff gesetzt, berichtete Meuer.

Neubaugebiet am Wangermeer: Bewohner wünschen sich Licht

Der erste Abschnitt des Neubaugebiets am Wangermeer ist fast vollgebaut – Gemeinde Wangerland und Flächeneigentümerin NLG planen bereits seit einem Jahr die nächsten Bauabschnitte. Doch bis der Privatstrand angelegt wird – zuständig ist die Gemeinde – und bis die Baustraßen ausgebaut sind, werden noch einige Jahre vergehen. Das erklärte Bürgermeister Björn Mühlena mehreren Anliegern aus dem Neubaugebiet im Ausschuss.

Bereits mit dem Kauf ihres Grundstücks haben die Hauseigentümer den Ausbau der Stichstraßen als Privatstraßen mitfinanziert. „Wir haben bezahlt für Straßen, aber erhalten keine Gegenleistung“, bemängelte ein Anlieger.

Ein Kritikpunkt: Im Neubaugebiet ist es abends und nachts stockdunkel. Denn bisher wurden nur ein paar Laternen an den Stichstraßen in Betrieb genommen. An der Straße „Am Wangermeer“ steht keine Laterne.

Der ursprünglich für dieses Jahr angekündigte Kreiselbau an der Einmündung der Straße „Am Wangermeer“ auf die K 87 soll 2019 in Angriff genommen werden. Gemeinde und NLG haben darüber eine Vereinbarung mit der Landes-Straßenbehörde in Aurich geschlossen, berichtete Wangermeer-Betriebsleiter Torsten Meuer.

Nach Gesprächen mit der NLG – Niedersächsische Landgesellschaft – steht fest: Der Ausbau des Neubaugebiets geschieht ohne Änderungen. Die von der Gemeinde vorgeschlagenen Graften in den nächsten Bauabschnitten wurden von den Grundstückseigentümern abgelehnt. Gemeinde und NLG wollen ihren Vertrag über die Entwicklung des Wohngebiets über 2020 hinaus verlängern.

Weil das Wasser wegen des extrem trockenen und heißen Sommers gut 50 Zentimeter niedriger als normal im See steht, konnten auch die Überläufe erweitert werden. An fünf Stellen am Nordufer und an zwei Stellen am Südufer wurden beim Bau des Freizeitsees Rohre gesetzt, die Wasser aus dem See in die umgebenden Tiefs ableiten. „Das funktioniert recht gut“, sagte Meuer. Allerdings sorgt Treibsel aus dem See immer wieder für Verstopfungen. Um die Rohre freizuhalten, wurden Schwimmkästen vor die Öffnung gesetzt.

Auch die Schwimmkette am Nordost-Ufer wurde wieder ausgelegt – allerdings, um dort eine Untiefe abzugrenzen.

Bereits bewährt hat sich das Mähboot, das die Gemeinde angeschafft hat, um das Seegras im Wangermeer kurz zu halten, sagte Meuer: Zurzeit ist noch ein Leih-Mähboot im Einsatz, weil die Firma das Wangerländer Boot noch nicht liefern konnte. Zum Jahresende wird das orangefarbene Leih-Mähboot dann aber durch ein blaues eigenes ersetzt.

Rund 90 Stunden war Mähboot-Kapitän Björn Harms seit Ende Juni auf dem Wangermeer unterwegs. „Bei Wasserständen von minus 50 Zentimetern war es an einigen Stellen schwierig mit dem Mähen“, berichtete er. Gut 5 Tonnen Mähgut hat er aus dem Wangermeer herausgeholt. Das Seegras war in diesem Sommer weniger gewuchert als in den Vorjahren – so muss sich 2019 zeigen, wie oft gemäht werden muss, um den See befahrbar zu halten.

Vom Mähboot aus wurden auch Wasserproben genommen: Das Wangermeer wurde ins EU-Monitoring für Badegewässer aufgenommen. Einmal pro Monat wird künftig im Sommer eine „große“ Wasserprobe genommen, um zu überprüfen, was an Nitrat und Nitrit, Sulfaten, Phosphaten, Chlorophyll und Ammonium im Wasser gelöst ist. „Es ist sehr gut, dass wir diese Überwachung haben“, sagte Meuer. Bisher hatte das Gesundheitsamt Friesland das Wasser nur auf Belastung mit Fäkalbakterien beprobt.

Ein bisschen Geld hat die Gemeinde Wangerland mit dem Wangermeer auch verdient: Im September waren an den beiden Wohnmobil-Stellplätzen an der K 87 und an der Bismarckstraße Übernachtungsgebühren von 5 Euro pro Fahrzeug und Nacht eingeführt worden. 1025 Euro Einnahmen verzeichnete Betriebsleiterin Inka Wüllner aus den Standgebühren. Hinzu kamen 1890 Euro für Strom und Wasser. Abzüglich der 2500 Euro Kosten zur Leerung der Entsorgungsstation bleiben immerhin 400 Euro übrig.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.