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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wangerland wird kein Biosphärenreservat

13.12.2018

Hohenkirchen Es geht nicht um Ja oder Nein zu Naturschutz: Denn Natur- und Umweltschutz wird im Wangerland ohnehin intensiv betrieben. Auch von den Landwirten. Und Schutzgebiete gibt es ja längst, auch binnendeichs. Das stellte Dieter Behrens-Focken (CDU) am Dienstag in der Rats-Debatte um die Kooperation mit der Nationalparkverwaltung in Sachen Biosphärenreservat klar.

Wogegen die CDU im Gemeinderat und Wangerlands Landwirte aber etwas haben, ist, dass in einem aufs Festland erweiterten Biosphärenreservat noch ein zusätzlicher Akteur mitreden will. Aus diesem Grund sagten CDU/FDP, aber auch SPD, UWW und der Bürgermeister geschlossen Nein zu weiteren Gesprächen über ein Biosphärenreservat.

Wirtschaftsraum

„Viele sehen das Wangerland nur als Rückzugsgebiet für bedrohte Arten – für uns ist die Flächengemeinde Lebens- und Wirtschaftsraum der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Behrens-Focken.

Wie berichtet, wirbt die Nationalpark-Verwaltung in den Gemeinden entlang des Wattenmeers darum, das Biosphärenreservat aufs Land zu erweitern und eine Entwicklungszone zu bilden. Dieses Gebiet könnte als Modellregion für nachhaltige Entwicklung der Kultur- und Naturlandschaft auch Fördermittel erhalten.

Die Landwirtschaft ist strikt dagegen – die Bauern befürchten, dass das Biosphärenreservat nur dazu führt, dass weitere Auflagen ihre Arbeit einschränken. Auch die SPD-Fraktion lehnte deshalb den Beitritt ab: „Das Wangerland ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt – wir sehen die Belange unserer Bauern und befürchten auch Einschränkungen für den Tourismus“, sagte Richard Herfurth.

Reiner Tammen (Grüne) warb darum, sich dennoch auf den Prozess einzulassen: Er zitierte aus einem Schreiben von Umweltminister Olaf Lies (SPD), nach dem der Beitritt zum Biosphärenreservat die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Gemeinde stärken werde. Die Heimatgemeinde des Ministers, Sande, ist als bisher einzige Gemeinde Frieslands bereits Biosphärengemeinde.

Prozess mitgestalten

„Nur wenn wir uns an den Gesprächen beteiligen, können wir bestimmen, was wir verändern wollen und was nicht. Jetzt ist noch Zeit, selbst etwas zu gestalten – in zehn Jahren werden uns die Änderungen dann aufgezwungen“, warnte er.

Ellmer Cramer (UWW) begründete seine Anlehnung damit, dass das erweiterte Biosphärenreservat letztlich nur die Nationalpark-Verwaltung stärken würde.

Das war ebenfalls Thema im Gemeinderat:

Carsten Damm, Mitglied der CDU-Fraktion, hat die Mitarbeit im Rat aus beruflichen Gründen beendet. Er habe oft wegen seines Berufs auf die Teilnahme an Sitzungen verzichten müssen, ließ er mitteilen. Er hätte gern mehr Zweit investiert, denn die Ratsarbeit habe ihm viel Spaß gemacht. Seinen Platz nimmt nun Uwe Ortmann (Waddewarden) ein. Er steht als Nachrücker auf der Liste.

Bekanntmachungen des Bürgermeisters:
 die Ausschreibung für den Anbau ans Feuerwehrhaus Wiarden ist abgeschlossen, bei einigen Gewerken gibt es Nachverhandlungen.
 weil manche Buswartehäuschen immer wieder als Toilette missbraucht werden, wird übers Aufstellen von Dixie-Klos beraten – eine Anregung der Grünen.
 die Gemeinde hat ein Wohnraumversorgungskonzept in Auftrag gegeben: Es soll im Sommer 2019 vorliegen und auflisten, wo welche Form der Bebauung in den kommenden Jahren notwendig ist.
 die Neugestaltung des Schulhofs Hooksiel ist abgeschlossen, 40 000 Euro wurden verbaut, Dank an die engagierten Eltern.
 aus dem Kommunalen Investitions-Paket fließen 60 000 Euro in die Sanierung von Decken und Böden der Grundschule Tettens und 40 000 Euro in neue Fenster in der Grundschule Hooksiel.

Beschlossen wurden:
 eine neue Verwaltungskostensatzung, sie regelt, welche Gebühren wofür erhoben werden.
 das Fördergebiet „Umnutzung der Grundschule als Kindergarten“ in Hohenkirchen.
 einen Gleichstellungsplan 2019 bis 2021: er regelt, wie bei Stellenbesetzungen vorzugehen ist, um Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen.
  die Kündigung der Mitgliedschaft im Zweckverband Ems-Dollart-Region zum Jahresende 2021: bis dahin soll versucht werden, in den Genuss von Fördermitteln zu kommen.
 die Einleitung des Anerkennungsverfahrens zur Klassifizierung Hooksiels als Nordseebad.

Nicht behandelt wurde das Thema Umbau des Hallenwellenbads: Es wurde mit Blick auf das eingeleitete Bürgerbegehren zum Erhalt des Bads von der Tagesordnung genommen. Bürgermeister Björn Mühlena berichtete, dass das Begehren fachjuristisch geprüft und begleitet wird. Er sprach von Kosten für die Gemeinde von 15 000 Euro.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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