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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Sind auf die Einnahmen angewiesen“

04.09.2018

Hohenkirchen Die Mitglieder des Wangerländer Tourismus-Ausschuss treten aufs Gaspedal: Die Gemeindeverwaltung soll bis zum Verwaltungsausschuss am 17. September eine beschlussreife Vorlage vorlegen, welche Leistungen 2019 im Gästebeitrag enthalten sind. Und am 25. September soll der Gästebeitrag mit seinen Leistungen dann vom Rat beschlossen werden. Das wurde am Dienstagabend einstimmig beschlossen.

Damit soll den Vermietern, Hoteliers und anderen Anbietern touristischer Leistungen im Wangerland Sicherheit für ihre Bewerbung der nächsten Saison gegeben werden.

So sieht die Politik das Strand-Konzept

Ellmer Cramer (UWW): „Die Einrichtung der Strandbäder ist eine Auswirkung des Oberverwaltungsgerichts-Urteils. Wir müssen von der WTG verlangen, dass sie schwarze Zahlen schreibt und nicht die Gemeinde ihren Verlust ausgleichen muss. Die Einrichtung der Strandbäder ist gut geregelt.“

Klaus Lammers (SPD): „Natürlich muss die WTG finanziell so aufgestellt sein, dass keine Ansprüche an die Gemeinde entstehen.“

Hintergrund ist der Antrag der Gruppe CDU/FDP: Danach soll im Gästebeitrag – bisher Kurbeitrag – auch in Zukunft die kostenlose Nutzung der Strandbäder enthalten sein. Ob das möglich ist, muss rechtlich geprüft werden – damit die Verwaltung sich nicht allzu lange Zeit damit lässt, wurde ihr mit dem Beschluss nun ein Termin gesetzt.

Warum es notwendig ist, das fix abzuarbeiten erklärte Hotelier Mario Krar (Horumersiel) in der Einwohnerfragestunde: „Wir Vermieter haben zu dieser Zeit des Jahres fürs nächste Jahr schon alles fix. Die Vertragsabschlüsse mit Reiseanbietern sind so gut wie fertig – da ist es sehr hinderlich, wenn wir nicht wissen, was im kommenden Jahr an Leistungen im Kurbeitrag enthalten ist.“

Viele Beschwerden

Neben Krar waren weitere Vermieter und Leistungsträger, aber auch Vertreter der FKKler und Hundehalter sowie Janto Just zur Ausschusssitzung gekommen – 35 Wangerländer und Gäste verfolgten die Diskussion und hatten Fragen insbesondere zum neuen Strand-Konzept.

„Alle Beschwerden und Hinweise, die bei uns eingegangen sind, sind berechtigt“, betonte Kanning: „Ich weiß, dass die neue Regelung nicht für alle glücklich ist. Und sicher wurde sie holterdipolter umgesetzt – aber wir müssen uns der Situation stellen, dass wir als GmbH auf Einnahmen angewiesen sind. Ich kann mir kein Minus im Ergebnis leisten“, warb er um Verständnis.

Er ging insbesondere auf die FKKler ein – „denn die sind am meisten von den Änderungen betroffen: Ihr Bereich ist erst einmal weggefallen“. Durch die Neuregelung ist in Hooksiel der gesamte Strandabschnitt links von Strandhaus 2 für jedermann freigegeben worden. Und damit gibt es dort keinen Hundestrand und keinen FKK-Strand mehr. „Wir können dort keinen FKK-Bereich mehr ausweisen, weil wir damit alle anderen benachteiligen würden“, verwies Kanning auf das Strandurteil des Bundesverwaltungsgerichts.

Vor fast genau einem Jahr hat das Gericht entschieden, welche Strandabschnitte die Gemeinde Wangerland frei zugänglich machen muss. Kläger Janto Just aus Schortens beobachtet seitdem sehr genau, wie Gemeinde und WTG das Urteil umsetzen. Zurzeit lässt er die Regelung vom Landkreis als Aufsichtsbehörde rechtlich prüfen.

Doch anders als viele Ratsmitglieder und Wangerländer, die mit Rage auf Just und das Strandurteil reagieren, tauschen sich Kanning und Just durchaus intensiv über die Auslegung des Urteils und Möglichkeiten, die Strände neu zu regeln, aus.

Reduzierte Pacht

„Wir müssen prüfen, wo was möglich ist“, betonte Kanning: Dass zurzeit kein FKK-Bereich ausgewiesen ist, heiße nämlich nicht, dass „wir keinen FKK-Strand mehr vorhalten wollen“, betonte er: „Ich gehe davon aus, dass wir 2019 eine Lösung gefunden haben, die auch die FKKler zufrieden stellt.“

Wie sich auf Nachfrage von Erwin Abels, beratendes Mitglied im Ausschuss, zeigte, hat die WTG mittlerweile mit dem Land als Eigentümer der Strände Gespräche über die Pacht geführt: So berichtete Ralf Ewen von der Geschäftsführung, dass die Pacht sich nach Umsatz berechnet – „wir können Aufwendungen gegenrechnen“.

Kritik muss sich die WTG nicht nur von Strandnutzern anhören, sondern auch von Wangerländer Leistungsträgern: So bemängelte Birgit Müller (Hooksiel) dass die Beschilderung am Hooksieler Strand so irreführend sei, dass viele Gäste gar nicht wüssten wohin. Und sie kritisierte, dass es keine Broschüre, Karte oder ähnliches zur Strand-Neuordnung gibt, die Vermieter den Urlaubern in die Hand drücken können. „Selbst wir können unseren Gästen nicht die Frage beantworten, wo sie als Textiler, FKKler oder Hundebesitzer nun eigentlich an den Strand können“, sagte sie.

Armin Kanning verwies auf die Beschilderung an den Stränden, die Auskunft gebe. Zudem steht eine Karte mit den Strandbereichen in Hooksiel und Horumersiel-Schillig auf der Internetseite:


     www.wangerland.de 
Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311
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