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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Wangermeer: Stelldichein der seltenen Arten

22.09.2018

Hohenkirchen Alpenstrandläufer und Grünschenkel. Fluss- und Sandregenpfeifer, Kiebitz, Säbelschnäbler und natürlich Möwen: Das kleine Wangermeer – die im vergangenen Jahr angelegte Flachwasserzone im Nordosten des Hohenkirchener Wangermeers – hat sich gut entwickelt.

Vor allem die Kiesfläche auf der im kleinen Wangermeer angelegten Insel hat sich bewährt, sagt Volker Prüter: Der Hohenkirchener, Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltschutz (WAU) beobachtet regelmäßig, was sich im und am Wasser entwickelt. „Fluss- und Sandregenpfeifer und Säbelschnäbler mögen offene und freie Flächen“, erklärt er. Möglicherweise hat bereits ein Flussregenpfeiferpaar dort gebrütet – zumindest haben die Vogelkundler zwei Alt- und zwei Jungtiere auf der Insel beobachten können.

Allerdings haben sich direkt im ersten Jahr schon viele Pflanzen auf der Kies- und Sandinsel angesiedelt. „Die müssen möglichst wieder weg“, sagt Prüter. Denn sonst wuchert die freie Fläche zu und wird für die Arten unattraktiv.

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Für viele Rastvögel-Arten ist die neue Flachwasserzone bereits jetzt ein passendes Habitat, „für Brutvögel muss sie sich noch entwickeln“, sagt Prüter. Im Spätsommer hat er im kleinen Wangermeer eine Gruppe von rund 600 Lachmöwen beobachtet. Die kommen gern ans Süßwasser, um sich das Salz aus dem Gefieder zu waschen. Und Kiebitze haben die Flachwasserzone ebenfalls schon für sich entdeckt. „Die Flachwasserzone ist eine prima Sache für unzählige Vogelarten“, ist der Vogelkundler zufrieden: „Sie ist eine Rückzugsmöglichkeit, wenn es auf dem großen Wangermeer zu lebhaft wird.“

Doch auch der dortigen Flachwasserzone hat der sehr trockene Sommer gut getan: „Endlich waren die Wasserstände mal so, dass sie für Watvögel passte“, erzählt Prüter. Auch dort hat die Trockenheit seltene Arten angelockt, die am Nordost-Ende des Sees gute Lebensbedingungen vorfanden.

Nun ist Prüter gespannt, wie sich die höheren Wasserstände, die sich im Herbst und Winter mit Sicherheit wieder sowohl im großen als auch im kleinen Wangermeer einstellen werden, aufs Vogelleben auswirken werden.

Wichtig ist aus Sicht der Vogelkundler auf jeden Fall, dass die Schilffelder an den Ufern wieder höher wachsen. Sie sorgen dafür, dass die Vögel tatsächlich ungestört bleiben. Im trockenen Sommer waren die Schilfpflanzen nicht sehr groß geworden. „da hat jeder Fußgänger die Vögel aufgeschreckt“, hat Prüter beobachtet.

Die Flachwasserzone des großen Wangermeers wird demnächst wieder mit einer Kette abgesperrt, damit Paddler, Segler, Surfer und andere Nutzer sich aus dem Bereich fernhalten. Vor kurzem hat Torsten Meuer, Betriebsleiter Wangermeer bei der Gemeinde, dort die Holzpfähle für die Kette in den Grund drücken lassen.

Meuer kann auch das Rätsel um die Rettungsinsel lüften, die den Sommer über immer in der Nähe der Brücke auf dem Wangermeer schwamm: „Die haben zwei Hohenkirchener ins Wasser gesetzt und als private Badeinsel genutzt“, berichtet er. Mittlerweile ist die Rettungsinsel geborgen worden.

Auch die Stapel von Bambusstäben mit Flatterband daran, die als Vergrämungsmaßnahme auf der Erweiterungsfläche des Baugebiets standen und monatelang am Ufer und an der Straße herumlagen, wurden jetzt weggeräumt.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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