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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Holzbalken sorgen für Ausfall der Inselfähren

05.01.2017

Wangerooge Die erneute Sturmflut in der Nacht zu Mittwoch hat die beiden auf der Nordseite Wangerooges angeschwemmten Container mit Holz zum Bersten gebracht: Das gesamte darin enthaltene Bauholz hat sich entlang des Deckwerks verteilt.

Schlimmer noch: Das Hochwasser hat die drei bei der Harlehörn-Düne auf Wangerooge um 50 Meter weiter Richtung Anleger versetzt. Und auch dort brachen zwei Container auseinander. Das Bauholz verteilte sich im Hafenbecken und im Fahrwasser nach Harlesiel – die Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge sagte deshalb ihre Fahrten von und nach Wangerooge am Mittwochnachmittag ab.

„Ich kann die Sorge der Schifffahrt und Inselbahn gut verstehen: Das Bauholz könnte die Schiffsschrauben beschädigen“, sagte Wangerooges Bürgermeister Dirk Lindner. Ihn ärgert, dass es überhaupt so weit gekommen ist, dass die Inselgemeinde nun wieder ein Problem hat. Insgesamt fünf Container voll Bauholz waren über Weihnachten auf Wangerooge angeschwemmt worden. Über eine Bergung wollte das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven in Absprache mit dem Havariekommando in Cuxhaven entscheiden.

Doch wegen ungeklärter Versicherungslage blieben die Container – insgesamt elf sind auf den Ostfriesischen Inseln angelandet – bisher liegen.

Am Silvestertag hatten die am Nordufer liegenden Container für einen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr gesorgt: Sie waren aufgebrochen und die Einsatzkräfte sicherten Holzbalken, die bei Hochwasser zu verdriften drohten.

Mittlerweile sei ein Versicherungsvertreter auf Wangerooge, der sich mit ihm einen Überblick über die Lage verschafft hat, sagte Lindner: „Der muss das regeln.“

Geplant ist, dass am Freitag die Bergung der Container und des Holzes beginnen soll. Ein Unternehmen wird dazu entsprechende Fahrzeuge und Material auf die Insel bringen, um die Stahlcontainer zu zerlegen und wegschaffen zu können.

Auch der Badestrand Wangerooges hat bei der erneuten Sturmflut wieder gelitten: Rund 50 000 Kubikmeter Sand waren bei der ersten Sturmflut von der See weggerissen worden. „Vergangene Nacht sind uns weitere 15 bis 20 000 Kubikmeter Sand verloren gegangen“, sagte Lindner. „Das ist schon eine Menge.“ Er sieht das Land in der Pflicht, der Inselgemeinde zu helfen: „Mir ist völlig egal, welches Ministerium zahlt – hauptsache, Hannover kommt jetzt endlich in die Puschen!“

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