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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Gemeindeentwicklung: Ausweisung zweier Grundstücke zurückgestellt

08.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-08T09:13:50Z

Gemeindeentwicklung:
Ausweisung zweier Grundstücke zurückgestellt

Hooksiel Nach Einwendungen der direkt betroffenen Anlieger wurde in der Sitzung des Wangerländer Ausschusses für Gemeindeentwicklung die Abrundungssatzung „Hooksiel-Süd“ zur erneuten Beratung in die Fraktionen zurückverwiesen: Es geht um die Ausweisung zweier Baugrundstücke am Ende des Langengrodener Wegs in Hooksiel. Für die Verwaltung war eigentlich alles klar: Die Satzung hat öffentlich ausgelegen, die Stellungnahmen von Unterer Naturschutzbehörde (Festlegung der Kompensationsflächen) und Landwirtschaftskammer (Hinweis auf Geruchsgutachten) wurden eingearbeitet.

Doch dann berichteten die Eigentümer des bisher letzten Hauses an der Straße, dass ihnen vor 19 Jahren beim Grundstückskauf zugesagt worden sei, dass ihnen der Blick nach Süden und Südwesten nicht verbaut werden kann, weil keine weiteren Gebäude geplant seien. Doch nun sei zu befürchten, dass ihnen direkt südlich vor ihren Wintergarten eine Garage oder Carport gesetzt wird.

Neuer Laden für Kik

Bürgermeister Björn Mühlena sah zunächst keine Handhabe. „Die neue Planung schafft neues Baurecht. Wenn dem Bauantrag aus planerischer Sicht nichts entgegensteht, müssen Sie das hinnehmen“, sagte er.

Allerdings gibt es Möglichkeiten, diese „unzumutbare Härte“ aufzufangen, wie Holger Ulfers (SPD) beantragte: Die Gemeinde kann etwa textlich eine Grenzbebauung ausschließen, das bestätigte auch der mit der Abrundungssatzung beauftragte Planer. Darüber beraten nun die Fraktionen.

Änderungen zeichnen sich zudem in Hohenkirchen ab: Die Firma Imwalle Grundstücksverwaltung will auf dem Grundstück des Lidl-Markts einen Anbau errichten, in den dann der Textildiscounter Kik einziehen soll. Dem stimmte der Ausschuss zu.

Der neue Laden soll wie der bisherige eine Verkaufsfläche von 500 Quadratmetern haben. Was mit dem bisherigen Kik-Gebäude an der Goethe­straße geschieht, ist offen. „Eventuell können wir die frei werdende Fläche ja Wohnbebauung zuführen“, meinte der Bürgermeister.

Gast aus Wilhelmshaven

Zugestimmt hat der Ausschuss auch dem Flächennutzungs- und dem Bebauungsplan Landeswarfen: Damit werden die rechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung des Betriebs Frieslandtechnik geschaffen. Dort sind der Bau einer weiteren Halle und eines Betriebsleiter-Wohnhauses geplant.

An der Sitzung nahm Wilhelmshavens Baudezernent Oliver Leinert teil: Gemeinde Wangerland und Stadt Wilhelmshaven wollen verstärkt „im Gespräch bleiben“, nachdem es immer wieder Differenzen im Bereich Hooksiel gegeben hatte.

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