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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Hallenwellenbad In Hooksiel: „Aufwertung wäre ein Leichtes“

04.09.2019

Hooksiel Das Meerwasser-Hallenwellenbad in Hooksiel muss erhalten bleiben. Und das zum Verkauf stehende Gästehaus soll in der Hand der Wangerland Touristik GmbH bleiben: Das fordern 35 Gewerbetreibende und Vereine Hooksiels in einem offenen Brief an Wangerlands Rat und den Bürgermeister.

Meerwasser-Hallenwellenbad: Alles liegt auf Eis

Die Wangerland Touristik hatte im November Pläne vorgestellt, das Hallenwellenbad zu schließen und im Gebäude Freizeitangebote für alle Generationen einzurichten. Im Fachausschuss gab es dafür von der Politik ein positives Votum – doch im Rat und Verwaltungsausschuss wurde die Entscheidung vertagt. Wie es weitergeht mit dem Hallenwellenbad ist seitdem in der Schwebe.

Grund für Rat und Verwaltung, keine Entscheidung zu treffen, ist die Gründung der Bürgerinitiative zum Erhalt des Bads, die ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen will. Nachdem die Gemeinde das Bürgerbegehren für nicht zulässig erklärt hatte, hat die BI Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Der Streit vor Gericht mit der Gemeinde könne wohl zwei Jahre dauern, meinte Dietrich Gabbey, einer der Köpfe der Bürgerinitiative. Das aber bedeutet im Klartext Stillstand in der Angelegenheit.

Für die WTG heißt das: Abwarten. Denn ohne einen Ratsbeschluss wird nicht weitergeplant – schließlich kosten Planungen Geld. Und das bedeutet außerdem: Das Hallenwellenbad wird weiterbetrieben, bis die Politik zu einem anderen Ergebnis kommt.

„Ein Schwimmbad ist für die Gäste ein wichtiges Entscheidungskriterium zur Buchung. Dies wurde auch auf dem Destination Camp 2019 in Hamburg betont und unterstreicht die Bedeutung des Hallenwellenbads für Hooksiel bzw. für das Wangerland“, schreiben die Unterzeichner aus Hooksiel.

Wie berichtet, liegen die Planungen fürs Hallenwellenbad auf Eis. Wie es weitergeht, ist offen. Grund ist die Gründung der Bürgerinitiative zum Erhalt des Bads, die ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen will und dazu Klage vorm Verwaltungsgericht eingereicht hat.

Die Hooksieler Gewerbetreibenden verweisen in ihrem offenen Brief darauf, dass das Bad in Horumersiel keine Alternative sei, „da man dort keine Bahnen schwimmen und nicht tauchen kann. Die Bäder sprechen unterschiedliche Bedürfnisse an“.

Statt das Hooksieler Bad aufzugeben, sollte man es ausbauen, fordern die Hooksieler: Es könne bereits mit wenig Mitteln attraktiver gestaltet werden. Sie schlagen vor, den Saunabereich durch Blocksaunen im Garten zu erweitern und einen Whirlpool zu integrieren. Ein weiterer Vorschlag ist ein Anbau mit Flow-Rider – einer Indoor-Surf-Anlage. „Hier hätte man ein Alleinstellungsmerkmal – die nächste Anlage ist im Centerpark in der Nähe von Amsterdam“, so die Gewerbetreibenden. So etwas würde sehr gut zum Wassersportangebot in Hooksiel passen, sind sie überzeugt.

Mehr Sport im Bad

Außerdem wünschen sich die Hooksieler eine Erweiterung des sportlichen Angebots im Bad: Mehr Aqua-Fitness-Kurse – etwa vormittags –, Kanufahren in den Wellen – ein Kanuclub trainiert ohnehin im Bad –, Schnuppertauchen, wie es die DLRG als Ferienpass-Aktion anbietet, und Stand-Up Paddling. Weitere Vorschläge sind die Wiedereinführung des Discoschwimmens, Lichterabende und die Anschaffung von Spielgeräten für die Kindernachmittage.

„Wir sind der Meinung, dass das Meerwasserhallenwellenbad Hooksiel zur Wertsteigerung der Destination erhalten bleiben und in diesem Rahmen attraktiver gestaltet werden soll“, schreiben die 35 Unterzeichner des offenen Briefs: „Darum würden wir es sehr begrüßen, wenn die WTG mit Herr Kanning den Auftrag bekommen würde, ein entsprechendes Konzept zur Attraktivierung zu erarbeiten.“

Auch für die Gastronomie im Bad brechen die Hooksieler eine Lanze: „Der gastronomische Bereich ist mit den derzeitigen Pächtern sehr gut aufgestellt und es finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Aber auch hier muss einiges auf den neuesten Stand gebracht werden.“ Räume wie der kleine Saal könnten indes noch für ein weiteres Angebot genutzt werden – der Escape-Room aus der Umbau-Planung würde nach Ansicht der Gewerbetreibenden passen.

Gästehaus notwendig

Für unbedingt erforderlich erachten die Hooksieler auch, dass das Gästehaus als touristische Einrichtung erhalten bleibt. Wie berichtet, steht das Gebäude zum Verkauf – ein Anlauf von Bürgermeister und SPD im Juni, den Verkaufsbeschluss von 2013 aufzuheben, war im Rat gescheitert. Hintergrund des Vorstoßes: Um das Siegel „Nordseebad“ oder „Küstenbadeort“ zu erhalten, muss in Hooksiel ein Kurpark her – der sollte nach Ansicht der SPD im Park rund ums Gästehaus entstehen.

Laut den Hooksieler Gewerbetreibenden ist das Gästehaus mit Kinderspielhaus, Bücherei, Kreativangeboten und Physiotherapiepraxis wichtig für die Urlauber. Das Angebot sei leicht zu erweitern, sind sie überzeugt. „Unsere Nachbarorte Dangast, Burhave, Tossens, Carolinensiel, Bensersiel und Neuharlingersiel sind alle prädikatisiert. Aus diesem Grund darf Hooksiel nicht hintenanstehen“, fordern die Hooksieler.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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