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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Im Bootsbau gilt: „Jedes Schiff hat eine Seele“

14.03.2019

Hooksiel Der Geschäftsführer der Werft Hooksiel, Burkhard Kähler, ist am Montag im Alter von 69 Jahren überraschend verstorben. Das Unternehmen hatte er mit seinem Vater Herbert 1978 gegründet. Ursprünglich betrieb die Familie in Wilhelmshaven ein Fuhrunternehmen.

Die Suche nach einer Werft, die für die Familie Kähler das „ideale Schiff“ bauen sollte, blieb damals erfolglos. „Dann machen wir das selber“, entschieden die Kählers und bauten auf dem 1971 bis 74 eingedeichten Voslapper Groden direkt an Schleuse und Außenhafen Hooksiel die Werft neu auf. Das eigene Boot musste noch warten; es galt zunächst, erste Aufträge abzuarbeiten.

Rund 40 Neubauten entstanden in Hooksiel. 1994 übernahm Burkhard Kähler die alleinige Geschäftsführung. Ab dann verlagerte sich die Arbeit zunehmend auf Instandsetzung, Winterlagerung und Service rund um Sportboote und kleine Einheiten der gewerblichen Schifffahrt. Schiffe bis zu 40 Tonnen kann der Travellift aus dem Wasser heben. 2016 wurde das Winterlager nochmals erheblich erweitert, als die Werft die Spielscheune „Bullermeck“ als Warmhalle erwarb. Zeitgleich siedelte die Deutsche Windtechnik einen Servicestützpunkt auf dem Gelände an, von dem aus die Betriebsführung für den Offshore Windpark (OWP) Nordergründe abgewickelt wird.

Burkhard Kähler hatte sich nach dem BWL-Studium in Berlin rasch in die Bootsbaubranche eingearbeitet und pflegte freundschaftlichen Kontakt mit seinen Kunden, die er gern in seinem Büro, einer Schiffskajüte nachempfunden, unterhielt. Ausgewogen im Urteil und fachlich versiert, beriet er die Sport­skipper. „Jedes Schiff hat eine Seele“, pflegte er zu sagen und wusste, dass Bootseigner eine spezielle Klientel sind.

Neben dem Engagement in örtlichen Arbeitgeber-Organisationen gehörte er 18 Jahre dem Vorstand des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes (DBSV) an. Von 2000 bis 2008 fungierte er als Präsident des Zusammenschlusses der handwerklichen Werften des Yacht- und Schiffbaus. „Er war in dieser Funktion außerordentlich engagiert“, bedauert Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer (Hamburg) den plötzlichen Tod Kählers. Um den Verstorbenen trauern seine Frau und zwei erwachsene Töchter sowie aktuell elf Mitarbeiter.


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