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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„Schnellschüsse wird es nicht geben“

05.01.2019

Horumersiel „Schnellschüsse wird es nicht geben“: Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena hat beim Neujahrsempfang in Horumersiel zwei Aufregerthemen gestreift, die die Wangerländer Bürger bewegen: Die geplante Bebauung des Sportplatzes Horumersiel und die Schließung des Hallenwellenbads Hooksiel. In beiden Orten haben sich Initiativen gegründet, die für den Erhalt trommeln.

In Horumersiel gibt es Pläne seitens der Gemeinde, den Sportplatz von der Wohnungsbau Friesland mit Mietwohnungen bebauen zu lassen; in Hooksiel ist angedacht, das Hallenwellenbad aufzugeben und im Gebäude eine Freizeitanlage einzurichten. Es gehe um nötige Veränderungsprozesse, sagte der Bürgermeister: „Wir müssen immer über die künftige Entwicklung unserer Urlaubsorte im Gespräch bleiben.“ Im Tourismus finde bei der Wangerland Touristik eine konsequent moderne Ausrichtung statt. „Die Geschäftsführung unter Armin Kanning ist kreativ und scheut sich nicht, schwierige und unangenehme Themen anzufassen. Und das ist gut so.“

Auch zur Wiedereinrichtung der Bezahl-Strände in Hooksiel und Horumersiel-Schillig nahm Mühlena Stellung: „Ich bin froh, dass wir FKKlern und Hundefreunden in Hooksiel in diesem Jahr wieder die gewohnten Bereiche anbieten können. Das war juristisch nicht ganz einfach. Aber gerade die FKK-Tradition im Bereich Hooksiel ist ja schon ein Wert für sich, den es zu schützen gilt.“

Eine Nebenwirkung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zum Strandeintritt sei allerdings, dass es keinen freien Strandeintritt für Wangerländer mehr gibt. „Und in puncto Parken werden wir keine Vorteile für Kurgäste mehr gewähren dürfen.“ Heißt: Wangerländer werden Parkgebühren plus Eintritt zahlen müssen, wenn sie während der Saison ihre Strände besuchen wollen. „So ist die Lage – und ich betone: Wir haben uns das nicht ausgesucht“, sagte der Bürgermeister.

Das dürfe indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Wangerland eine touristisch große Nummer sei und bleibe: „Wir ziehen mit über 2 Millionen Übernachtungen viele, viele Menschen ins Wangerland, wovon unsere Nachbarkommunen und die ganze Region profitieren“.

Jahresrückblick des Bürgermeisters

Baumaßnahmen:
 Weil Baufirmen schwer zu bekommen sind, hat die Gemeinde kleine aber dringende Bau- und Reparatur-Maßnahmen an Gebäuden und Wegen in Eigenregie abgewickelt. „Das hat prima funktioniert“, so der Bürgermeister.
 Kindergärten: Planungen für Umbau der alten Grundschule Hohenkirchen stehen – Anfang 2020 soll der Umbau fertig sein. Aktuell werden in den Kitas fast 300 Kinder betreut, die Hälfte der Gemeindemitarbeiter sind Erzieherinnen.
 Grundschulen: An der Grundschule Hooksiel ist der Schulhof für 45 000 Euro saniert worden. Für 2019 ist eine weitere Sanierung der Grundschulen Tettens und Hooksiel geplant, Gesamtvolumen 102 000 Euro.
 Feuerwehren: Die Feuerwehr Hooksiel hat ein neues Groß-Fahrzeug erhalten. Bei den Feuerwehren Wiarden und Waddewarden laufen die Um- und Ausbauarbeiten.
 Infrastruktur: Der Radweg an der Bäderstraße in Hooksiel ist neu asphaltiert. Der Landkreis hat den Radweg Tettens-Oldorf fertiggestellt. „Jetzt fehlt noch der Radweg an der L 812 zwischen Waddewarden und Hooksiel und an der L 808 von Eggelingen nach Altgarmssiel.“ Die Gemeinde versuche, den Radweg auf der alten Tidebahnstrecke instand zu setzen und zu asphaltieren. Die Dorferneuerung Middoge ist mit der Pflasterung des Seitenstreifens an der Häuptlingsstraße und dem neu asphaltierten Busplatz nahezu abgeschlossen. Restarbeiten werden in diesem Jahr erledigt. Angestrebt ist eine Flurbereinigung zwischen St. Joost und Oldorf: Das Volumen beträgt 3,8 Millionen Euro.

Finanzen: Bescheidenheit ist auch 2019 angesagt: Die langfristigen Schulden liegen jetzt bei knapp über 10 Millionen Euro, die Entschuldung soll weitergehen. Dank Umschuldung und Schuldenabbau zahlt die Gemeinde aktuell 895,85 Euro Überziehungszinsen, vor zehn Jahren waren es noch 320 000 Euro.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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