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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Tourismus: Auch kleine Ideen können Nordsee voranbringen

01.02.2018

Horumersiel Innovation – darum ging es beim Nordsee-Tourismustag am Dienstag in Horumersiel. Organisiert wurde er vom Tourismusverband Nordsee und der Marketinggesellschaft „Die Nordsee GmbH“ .

Und eine Innovation stand dabei ganz klar im Mittelpunkt bei den 120 Touristikern aus der Region zwischen Ostfriesland und dem Cuxland: Pepper, 1,20 Meter hoher Roboter. Tim Schuster, Geschäftsführer von Humanizing Technologies, hat den Service-Roboter des japanischen Herstellers Softbank Robotics mit einem Kollegen für den deutschen Markt angepasst. Beim Tourismustag stellte er ihn als Möglichkeit vor, etwa in Tourist-Infos wiederkehrende Fragen zu beantworten und Infos zu vermitteln.

Innovationen für die Nordsee-Region von Alexander Peter:

Tante-Emma-Läden, in denen Kunden alle Produkte unverpackt kaufen können, würden zum Umweltbewusstsein des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer passen.

Foodsharing: Urlauber würden ihr Essen, das sie während ihrer Reise an die Nordsee nicht aufgebraucht haben, anderen überlassen. Oder andersherum.

Carsharing: Tagestouristen fällt es bisher schwer, ohne ein eigenes Auto den vollen Umfang der Urlaubsregion zu erleben. Autos, die sie an dem einen Platz finden und an dem anderen wieder parken könnten, würden da helfen. Dieselbe Idee ist für Fahrräder und E-Bikes denkbar, so Alexander Peter.

Denn Pepper kann Besuchern in mehreren Sprachen antworten oder einfach Kinder unterhalten, wenn Mama und Papa am Ticket-Schalter Schlange stehen. Dadurch könnten Mitarbeiter für komplexere Aufgaben Zeit gewinnen.

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Schusters Vortrag ging eine Präsentation von Dr. Michael Schuricht, Innovationsmanager bei der JadeBay GmbH, voraus. Mit Innovationen seien nicht nur die ganz großen Neuerungen gemeint, sondern auch kleine Umstellungen in Unternehmen können bereits dazugehören, legte er dar: „Was alle Innovationen gemein haben: Sie sind nichts für die Schublade. Sie müssen beim Kunden am Markt ankommen.“

Wo es in der Weser-Ems-Region im Vergleich zu anderen deutschen Regionen noch hakt: Die ganz großen Innovationen aus eigener Hand fehlen. „Hier wird lieber klein eingekauft, statt groß selbst entwickelt“, sagte Schuster. Zu großes Risiko, hohe Kosten und fehlendes Personal seien laut einer Statistik des Zentrums für Europäische Wirtschaftsförderung die größten Innovationshemmnisse bei kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland.

Zumindest beim Risiko kann Alexander Peter helfen, Geschäftsführer der PhantoMinds GmbH: Die Grundidee hinter seiner Crowdsourcing-Plattform: Viele Menschen wissen mehr. Auf der Plattform können Unternehmen ihre Problemstellungen schildern. Die „Schwarmintelligenz“ der Community findet dann Lösungen.

Hat das Unternehmen erst einmal einen Vorschlag in Angriff genommen, kann die Community mitteilen, was sie davon hält. Die Plattform ist Ideengeber und Testkunde in einem, berichtete Peter.

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