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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Zum fünften Mal in Folge die Zwei-Millionen-Marke geknackt

25.01.2019

Horumersiel Die Urlaubsgemeinde Wangerland hat auch 2018 die Marke von zwei Millionen Übernachtungen geknackt: Laut Urlauber-Statistik, die aus den Zahlen der Kurbeitragserhebung zusammengestellt wird, kamen im vergangenen Jahr 320.231 Urlauber (2017: 313.645), die 2.030.318 Nächte (2.016.196) im Wangerland verbrachten. Das ergibt bei den Urlaubern + 2,10 Prozent, bei den Übernachtungen + 0,70 Prozent.

Zahlen

Hallenbäder: Die Besucherzahlen von Friesland-Therme Horumersiel und Hallenwellenbad Hooksiel sind 2018 drastisch gesunken:
 Friesland-Therme: 72.929 (- 21,17 Prozent)
 Hallenwellenbad: 60.597 (-16,36 Prozent) Als Grund nennt Friedo Gerdes, dass die Campingplatz-Gäste 2018 keinen freien Eintritt mehr in die Hallenbäder hatten. Allerdings lag die Anzahl der kostenfreien Badbesuche durch Camper in den Vorjahren höher als der Rückgang um 36.742 Besucher.

Tagesgäste: Mit Wegfall des Strandeintritts wurden bis Juli in Hooksiel keine Tagesbesucher am Strand gezählt. In Schillig wurden die Nutzer des großen Parkplatzes als Tagesgäste gezählt.
 Hooksiel: 7392 (Vorjahr: 44.487 = –83,38 Prozent)
 Horumersiel/Schillig: 120.454 (Vorjahr: 113 167 = +6,44 Prozent).

Campingplätze: Die Campingplätze Hooksiel und Schillig öffneten 2018 erst nach den Osterferien – Ostern lag sehr früh. Je wärmer es dann wurde, desto voller wurden die beiden Plätze.
 Schillig: 54.900 Personen (+6,68 Prozent)/ 334.460 Nächte (+ 8,02)
 Hooksiel: 36.132 Personen (- 1,78)/Nächte: 213.544 (+ 3,06).

„Damit haben wir die zwei Millionen zum fünften Mal in Folge geknackt“, sagte am Donnerstag Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik, in Horumersiel. „Übernachtungen sind die Währung, an der Urlaubsgebiete gemessen werden – also sind wir sehr zufrieden.“

Kein Selbstläufer

Doch es gibt ein Aber: „Hinter den Zahlen steht enormer Aufwand: Die Leistung aller im Tourismus Tätigen, die die Gäste zufriedenstellen müssen, ist enorm“, sagt Kanning. Dass das Wangerland so gut dasteht, sei mitnichten ein Selbstläufer. Es müsse dringend an der Qualität gearbeitet werden. Er appelliert an alle touristischen Leistungsträger im Wangerland, sich Gedanken zu machen, welche Ansprüche Ur­lauber heute haben und wie sie und die WTG die erfüllen können. „Wir müssen neue Angebote und Attraktionen schaffen“, mahnt Kanning.

„Nicht Quantität, sondern Qualität“ – das beschäftigt auch Friedo Gerdes: Das Wangerland hat noch 60 Prozent Stammgäste. „Wir dürfen zwei Dinge nicht vergessen: Die Stammgäste brechen durch die Demografie langsam weg. Und 60 Prozent Stammgäste heißt zugleich: Wir müssen jedes Jahr 40 Prozent – 130.000 – neue Urlauber anwerben.“

Und damit die sich nach ihrem ersten Besuch vom Wangerland überzeugen lassen, sind attraktive und hochwertige Angebote in allen Bereichen notwendig. Und notwendig könnte sein, die Gästespitzen im Sommer etwas abzuflachen, damit auch zur Hochsaison mehr Qualität geboten werden kann.

Die Gästestatistik

Die Zahlen der Urlauber-Statistik werden aus der Beitrags-Statistik abgeleitet: Vermieter im Kurbeitragsgebiet Hooksiel, Horumersiel-Schillig und Hohenkirchen sind verpflichtet, von ihren Gästen den Beitrag zu erheben und an die WTG abzuführen. Heißt für 2018: die tatsächliche Gästen- und Übernachtungszahl liegt vermutlich höher, weil manche Vermieter wegen des freien Strandeintritts keinen Kurbeitrag kassiert haben.

Hinzu kommt laut Bürgermeister, dass Übernachtungsgäste in Dörfern außerhalb des Kurbeitragsgebiets 2018 auf den Kauf der Kurkarte verzichtet haben, weil der Vorteil freier Strandeintritt bis Juli hinfällig war.

„Vor 20 Jahren haben wir mit der Hälfte der Urlauber auch schon die zwei Millionen-Marke bei den Übernachtungen gekratzt“, erinnert sich Gerdes: Heute sei der Gäste-Durchsatz unverhältnismäßig höher. Das liegt auch an der seitdem gesunkenen Aufenthaltsdauer: 6,34 Tage bleiben Urlauber im Schnitt. Früher blieben sie mindestens 14 Tage. „Und mit den 6,34 Tagen liegen wir vergleichsweise gut“, sagt Armin Kanning: Andernorts liegt die Verweildauer bei drei bis vier Tagen.

60 Prozent Stammgäste

In den Sommerferien gilt mittlerweile „voll ist voll“, sagt Gerdes: 75 Prozent der Urlauber kommen im Sommer ins Wangerland – „Zuwachs ist in diesen Monaten nicht mehr zu erwarten“.

Dabei war 2018 trotz des hervorragenden Sommers lange unklar, ob das Wangerland die Gäste- und Übernachtungszahlen vom Vorjahr überhaupt erreichen würde: Ostern lag extrem früh – die Campingplätze hatten noch geschlossen. „Beide Plätze in Hooksiel und Schillig zusammen erreichen etwa die gleichen Übernachtungszahlen wie alle Beherbergungsbetriebe im Wangerland zusammen“, erklärt Gerdes.

„Mehr Urlauber im Sommer unterzubringen, könnten wir nur durch zusätzliche Kapazitäten schaffen“, sagt auch Bürgermeister Björn Mühlena. Es gelte, die Nebensaison auszubauen – und zwar auch zugunsten der Beschäftigten im Tourismus: „Der Tourismus ist mit rund 3000 Arbeitsplätzen die größte Branche im Wangerland. Durch eine Erweiterung der Nebensaison könnten die Leute vollbeschäftigt werden.“

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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