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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Kaninchen: Hut ab vor toller Zuchtleistung

17.11.2014

Jever Vor der Zuchtleistung von Hinrich Bruns, Vorsitzender des Kaninchenzuchtvereins I 9 Jever-Jeverland, kann man sich nur verneigen: Seit Jahren glänzt er bei den jeverschen Zuchtschauen, aber auch deutschlandweit mit seinen Angoras.

Die Sieger der 65. Ortsschau des Kaninchenzuchtvereins

Stadtmeister (Senioren): Hinrich Bruns mit Angora. Leistungssieger (beste 6 Tiere): 1. Hinrich Bruns, 2. Frank Munk (Sachsengold), 3. Christian Irmer (Weiß-Rex Rotauge). Vereinsmeister (Zuchtgruppen): Kurt Hahn (Deutsche Riesen); Detlef Emken (Deutsche Kleinwidder), Frank Munk (Sachsengold), Christian Irmer (Weiß-Rex), Hinrich Bruns (Angora). Landesverbandsehrenpreise (für die besten Tiere): Frank Munk (97,5 Punkte), Hinrich Bruns (98,5). Kreisverbandsehrenpreise: Jörg Emken (weiße Wiener, 97,5 Punkte), Christian Irmer (97), Ruth Deters (Felljacke, 97,5 Punkte). Handarbeits- und Kreativgruppe i 23: Beste Gesamtleistung Ruth Deters (96,5).

Bei der 65. Zuchtschau des Vereins am Sonnabend und Sonntag in Jever ging die Mehrzahl der Pokale erneut an Hinrich Bruns – mit einer Bewertung von 98,5 von 100 möglichen Punkten stellte er den Star der Schau unter insgesamt 90 Tieren.

Traurig dabei: Hinrich Bruns (71) ist der einzige Angorazüchter im Verein – Züchternachwuchs, der seine seit 1984 erfolgreiche Zucht dieser vom Aussterben bedrohten Rasse übernehmen und fortsetzen könnte, ist nicht in Sicht. Die Angora-Kaninchen stehen seit einigen Jahren auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Dass sich kaum jemand für die wollweichen weißen Großkaninchen mit den roten Augen erwärmen mag, liegt sicherlich auch an der Arbeit, die sie machen.

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Das lange, weiße Fell der Angorakaninchen wächst pro Woche um einen halben Zentimeter. Alle 85 Tage muss das Fell der Angoras geschoren werden, sonst hören sie auf zu fressen und sterben. Eine Schur dauert knapp 25 Minuten und ergibt zwischen 400 und 700 Gramm Wolle pro Tier, pro Jahr sind das rund zwei Kilo.

„Ein Angora ist eben kein Kaninchen, das man nur anschauen braucht. Man muss sich intensiv kümmern“, erklärt Bruns.

Das gilt sicherlich auch für die Kaninchen aus zehn weiteren Rassen, die am Wochenende in der Werkstatt von Siegmund Netcel an der Mühlenstraße ausgestellt waren. Jede Menge sehr gute und sehr hohe Bewertungen konnten die Wertungsrichter den elf Züchtern für ihre Kaninchen geben. Mit 97,5 Punkten kam Frank Munk mit einem Sachsengold-Kaninchen recht nahe an Hinrich Bruns’ Angora heran. „Leider gab es auch einige Kaninchen mit ,oB, – ohne Bewertung“, sagte Bruns. Er dankte Netcel dafür, dass er der Kaninchenschau ein Zuhause gibt, sowie der Stadt Jever, die jedes Jahr einen Ehrenpreis für den Stadtmeister stiftet, und den Frauen der Handarbeitsgruppe i 23: „Die Frauengruppe sagt, wo es langgeht“, so Bruns.

Die Frauengruppe hatte ebenfalls zur Schau beigetragen und ihre Handarbeiten bewerten lassen. Die beste Gesamtleistung zeigte Vorsitzende Ruth Deters. Außerdem sorgten die Frauen für Kaffee und Kuchen und boten Preisknobeln an – immer wieder läutete die Gewinnglocke.

Von SPD-Bundestagsabgeordneter Karin Evers-Meyer gab es für die Züchter viel Lob für Einsatz und Ausdauer bei der Zucht: „Kaninchen werden artgerecht gehalten und biologisch ernährt – und sie liefern bestes Fleisch“, sagte sie. Auch Jevers stellvertretender Bürgermeister Heiko Schönbohm sprach den Züchtern seine Anerkennung aus. Er hoffe, dass die 66. Ortsschau 2015 in der neuen Tourist-Info stattfinden könne, sagte er. Denn dass der Verein nach der 65. Ortsschau in Rente gehen könnte, wie Hinrich Bruns scherzhaft angedeutet hatte, glaubt sicher niemand.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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