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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

MEDIZIN: Im Notfall zählt jede Sekunde

08.07.2008

FRIESLAND /JEVER Wenn das Herz stehen bleibt, zählt bei der Rettung jede Sekunde. „Je schneller Hilfe da ist, umso größer ist die Chance, dass der Patient überlebt“, sagt der Herzspezialist Dr. Reinhard Sprauer von der Kardiologischen Praxis im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch. Alle zwei Minuten steigt laut Sprauer die Gefahr, dass der Betroffene bleibende Hirnschäden davonträgt: „Der Faktor Zeit ist bei einem Herzstillstand entscheidend.“

Um diesen Faktor Zeit möglichst gering zu halten, setzt sich Sprauer gemeinsam mit Rettungsmedizinern und dem Verein „Aktion gegen Herzflimmern“ dafür ein, dass im Landkreis Friesland möglichst flächendeckend so genannte Defibrillatoren aufgestellt werden. Mit diesen Geräten können auch Laien Patienten nach einem Herzstillstand wiederbeleben – und so womöglich Leben retten.

Bisher gibt es in Friesland die Defibrillatoren vor allem in größeren Unternehmen wie bei Airbus, bei der Papier- und Kartonfabrik Varel oder in Volksbank-Filialen.

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Der Landkreis Friesland hat nun 25 000 Euro zur Verfügung gestellt, um die nur 2,5 Kilogramm schweren Geräte auch in öffentlichen Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr wie Schwimmbädern, Bürgerhäusern oder an Badestränden zur Verfügung stellen zu können. 14 bis 15 Defibrillatoren können mit dieser Summe angeschafft werden. Parallel dazu will der Verein möglichst viele Bürger im Umgang mit dem Gerät schulen.

Im Notfall könne aber auch ein absoluter Laie mit dem Defibrillator umgehen, betont der Vorsitzende des Vereins „Aktion gegen Herzflimmern“, Jens-Olaf Fianke. Eine Sprachsteuerung gebe dem Helfer nach dem Öffnen des Geräts klare Anweisungen. Er müsse nur zwei Elektroden auf den Oberkörper des Patienten kleben und nach Anweisung den Elektroschock auslösen.

Das Gerät stelle automatisch die richtige Dosierung ein. Sollte kein Herzflimmern vorliegen, sondern der Patient aus einem anderen Grund bewusstlos geworden sein, wird der Elektroschock nicht ausgelöst.

Frieslands Landrat Sven Ambrosy unterstützt die Aktion – vor allem auch mit Blick auf die vielen Feriengäste, die Friesland in der Saison die Bevölkerungszahl einer Großstadt bescherten. Gleichzeitig appellierte er an die Bürger, die öffentlich zugänglichen Geräte nicht zu zerstören oder zu entwenden. „Wer sich an einem solchen Defibrillator vergreift, kann im Ernstfall Leben gefährden“, betont Ambrosy.

Dass diese Warnung berechtigt ist, zeigt ein Vorfall aus Sande. Wie berichtet, ist dort vor kurzem ein von Sprauers Praxis und dem Nordwest-Krankenhaus gespendetes Gerät spurlos aus dem Bürgerhaus verschwunden.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (ViSdP) / Chefredaktion
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