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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

In der Werkstatt Lösungen finden

05.07.2017

Hohenkirchen Wat nu? Das Projekt, das seit vergangenem Sommer den Herausforderungen der demografischen Entwicklung im Wangerland nachgeht, sorgt nach wie vor für Fragezeichen: „Wat sol dat?“ lautete deshalb die wichtigste Frage bei der 1. Bürgerwerkstatt in der Oberschule Hohenkirchen. Rund 20 Wangerländer jedes Alters waren der Einladung der Projektgruppe aus Studenten und Dozenten der Uni Oldenburg sowie der Gemeindeverwaltung gefolgt.

Wat nu?

Das Projekt „Wat nu?“ befasst sich mit dem demografischen Wandel im Wangerland. Ziel ist, festzustellen, welche Auswirkungen die weniger und zugleich älter werdende Bevölkerung aufs Leben in der Gemeinde hat und zugleich Ideen zu entwickeln, wie Lebensqualität erhalten bleibt.

Dazu arbeitet die Gemeinde Wangerland mit der Uni Oldenburg und der Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung zusammen. Beteiligt sind außerdem die Inseln Spiekeroog und Juist und die Stadt Norden.

Alle Bürger Wangerlands können sich an dem Projekt beteiligen: Sie können Probleme aufzeigen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Die Forschungsgruppen wollen dabei helfen, Projekte umzusetzen.

Ansprechpartnerin vor Ort ist Kirsten Zander: Sie ist im Rathaus Hohenkirchen erreichbar unter Tel. 04463/989 101 oder E-Mail an kirsten.zander@wangerland-online.de

www.wat-nu-im-watt.de

„Wat nu?“ fragt nach Möglichkeiten, wie die Lebensqualität und Infrastruktur in den Dörfern des Wangerlands erhalten bleiben kann, auch wenn die Bevölkerungszahl sinkt. Und „wat nu?“ fragt nach Ideen, wie der Alltag auf dem Land für alle und insbesondere für die Älteren vereinfacht werden könnte.

Am Ende des Projekts soll keineswegs nur eine rein theoretische wissenschaftliche Abhandlung über den demografischen Wandel im Wangerland stehen. „Wir wollen gemeinsam mit den Wangerländern etwas schaffen. Wir wollen Lösungen erarbeiten und dabei helfen, Projekte umzusetzen“, betont Kirsten Zander, die als Projektkoordinatorin im Wangerland ein Büro im Rathaus bezogen hat.

Potenzial zur Veränderung ist da – das zeigte sich bei den Ideen, die die Teilnehmer in der Bürgerwerkstatt entwickelten. Und dass die Wangerländer ohnehin bereit und willig sind, die Ärmel hochzukrempeln und aktiv zu werden, haben sie in den vergangenen Jahren auch bei „Wangerland – Erde und Flut“ bewiesen.

Die Projekte, die dabei umgesetzt wurden und noch werden, haben die Projektgruppe der Uni Oldenburg stark beeindruckt. „Das ist unglaublich, was hier passiert“, sagt Ernst Schäfer. Berichte aus der Runde von höchst aktiven Dorfgemeinschaften oder Eltern, die sich intensiv in Schulen und Kindergärten einbringen, bestätigten das noch einmal.

Doch was fehlt? Nahverkehr, Nahversorgung, schnelles Internet – das sind die Stichworte, die allen sofort einfallen.

 Nahverkehr

Die Anbindung der Ortschaften per Bus ist mager – und in den Ferien, wenn die Schülerbusse wegfallen, noch mehr. Eine Idee: Ein Bürgerbus, der kleeblattförmig von Hohenkirchen aus regelmäßig alle Dörfer anfährt. Die möglichen Routen hat Bürgermeister Björn Mühlena schon in der Schublade liegen – das Projekt wartet darauf, in Angriff genommen zu werden.

 Nahversorgung

Bis auf Hohenkirchen, Hooksiel und Horumersiel-Schillig hat kein anderes Dorf mehr einen Laden – die Bewohner müssen fahren, um einzukaufen. Für Jüngere ist das nicht unbedingt ein Problem. Doch für Ältere, die weniger mobil sind, kann das schwierig sein. Ein Lösungsvorschlag: Ein Lieferservice für Einkäufe – Kunden können ihre Einkaufszettel melden und erhalten alles direkt nach Hause gebracht.

 schnelles Internet

Doch dazu wäre notwendig, dass für alle Internet mit ausreichenden Geschwindigkeiten verfügbar ist – und das ist in vielen Orten noch nicht gegeben.

 Fachkräftemangel

Ein Problem, das Gastronomie und Handwerk trifft: Der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden. „Es sind einfach keine Leute zu finden“, weiß Gastronom Bernhard Eden. Möglicherweise biete das Wangerland Jüngeren nicht genügend Perspektiven . Auch in der Pflege werden händeringend Kräfte gesucht – und das bereitet den Älteren Sorge.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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