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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

„In Notfällen hilft auch keine Versand-Apotheke“

11.03.2017

Berlin /Zetel Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer (CDU) hat in Berlin ein Gespräch zwischen Apothekern aus Niedersachsen mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Gesundheitsminister, Ingrid Fischbach, stattgefunden. Mit dabei war auch Dr. Rolf Bruns, Apotheker aus Zetel. Im Zentrum des Austauschs stand die wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln.

„Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2016, in dem die Preisbindung verschreibungspflichtiger Medikamente für unrechtmäßig erklärt wurde, setzt vor allem die Apotheken im ländlichen Bereich stark unter Druck“, sagte Hans-Werner Kammer. „Gerade im ländlich geprägten Niedersachsen muss die wohnortnahe Arzneimittelversorgung gewährleistet werden. Die sich nun ergebende Diskriminierung deutscher Apotheken gefährdet dieses Ziel erheblich“, so der CDU-Politiker.

Der Vorstandsvorsitzende des Landesapothekerverbands Niedersachsen, Berend Groeneveld, sowie Dr. Rolf Bruns aus Zetel, ebenfalls Vorstandsmitglied des Verbands, fordern von der Politik daher ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. „Ziel muss es sein, die bestehende Struktur der flächendeckenden, wohnortnahen und gleichmäßigen Versorgung mit Arzneimitteln aufrecht zu erhalten“, so Apotheker Rolf Bruns. „Das können die Versandapotheken gerade auf dem Land in dieser Qualität nicht leisten.“

Berend Groeneveld mahnte: „Wenn der Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten erlaubt bleibt, gefährden wir die Existenz von Apotheken.“ Dr. Bruns ergänzte: „In Notfällen oder wenn es aus anderen Gründen schnell gehen muss, hilft auch keine Versandapotheke.“

Nicht verschreibungspflichtige Medikamente werden von dem Verbot nicht berührt. „Kein Patient hat einen Nachteil durch ein Verbot des Versandhandels zu befürchten. Die Menschen im Nordwesten würden davon nur profitieren“, so Kammer.

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