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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Inselstrand hat gewaltig gelitten

28.12.2016

Wangerooge /Wangerland Die Weihnachtssturmflut in der Nacht von Sonntag auf Montag, vor allem aber von Montag auf Dienstag mit Wasserständen von 1,90 Metern über dem Mittleren Tidehochwasser hat auf der Insel Wangerooge wieder für ordentlichen Sandverlust gesorgt. „Wir schätzen auf den ersten Blick, dass am Hauptbadestrand etwa 40 bis 50 000 Kubikmeter Sand weggespült worden sind“, sagte Wangerooges stellvertretender Kurdirektor Christian Pollmann.

Nähere Angaben konnten bisher noch nicht gemacht werden – das Wasser stand am Dienstag noch zu hoch, um das Ausmaß des Schadens zu begutachten. Die Abbruchkanten am Hauptstrand sind teilweise bis zu zwei Meter hoch.

Für den Transport des bis zu 50 000 Kubikmeter fehlenden Strandsands rechnet Bürgermeister Dirk Lindner mit rund 350 000 Euro Kosten. Wie fast jedes Jahr wird die Inselgemeinde viel Geld in die Hand nehmen, um bis Ostern den Bade- und Burgenstrand für die Inselurlauber wieder aufzufüllen.

Wangerland: Land unter

Sturmtief „Barbara“ hat mit kräftigem Nordwestwind eine leichte Sturmflut an die Nordseeküste getrieben. Für Strände und Flächen vor den Deichen bestand am Dienstag Überflutungsgefahr – auch die Strände Hooksiel und Horumersiel-Schillig sowie die beiden Wangerländer Häfen und Campingplätze standen unter Wasser. Im Wangerland sind nach Angaben von Andrew Gilliam-Hill von der Gemeindeverwaltung allerdings keine schlimmeren Sturmschäden zu verzeichnen.

Auf den Inseln begannen Mitarbeiter des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit der Bestandsaufnahme, um bei ablaufendem Wasser Dünenabbrüche zu kontrollieren.

Auch das Wasser- und Schifffahrtsamt in Wilhelmshaven war am Dienstag noch dabei, mögliche Schäden zu erheben. So steht auf Wangerooge die Bergung einer schwarz-gelben Tonne an, die wahrscheinlich von einer Buhne weggerissen und am Hauptstrand angespült wurde. Wie Tobias Linke vom WSA sagte, ist die Behörde dankbar für Meldungen von losgerissenen Seezeichen, „denn die Bestandsaufnahme dauert stets eine Weile“.

Er ist zufrieden, dass das Westdeckwerk auf Wangerooge der ersten größeren Sturmflut dieses Winters gut standgehalten hat. Vor Beginn der Sturmflutsaison war es an einigen Stellen vorläufig saniert worden. Die große Deckwerkssanierung und Erhöhung steht ab Frühjahr 2017 an.

Nach den Erfahrungen im vergangenen Winter, als das Deckwerk bei Sturmfluten mehrmals überspült wurde, hat das WSA auf Wangerooge mehrere Depots mit Sandsäcken angelegt. „Wir nutzen die Baustellendepots als Lager, so dass wir für den Fall einer Überspülung gerüstet sind“, sagte er. Auch Baustellenfahrzeuge seien auf der Insel. „Dadurch sind wir innerhalb von knapp zwölf Stunden einsatzbereit.“

Ausfall von Fähren

Durch den Sturm und die hohen Wasserstände waren zudem einige Fährverbindungen von und zur Insel Wangerooge ausgefallen oder auch verschoben worden. Pollmann selbst ist am Dienstagmorgen mit dem Schiff zurück zur Insel gefahren. „Zwar musste alles etwas zügig gehen, bevor das Wasser wieder zu hoch steigt – doch ein Durcheinander gab es nicht“, sagte er.

Und auch die Ehrenamtlichen, die in diesem Jahr erstmals zur Koordination und Betreuung der Gäste im Fall ausfallender Schiffe wegen des Wetters helfen sollen, mussten laut Pollmann noch nicht eingesetzt werden.

Das Wetter soll sich nun erst einmal wieder beruhigen, sagt Pollmann. „Wir hoffen natürlich, dass da nichts mehr nach kommt – aber bis vor Ostern kann noch einiges kommen.“ Dann wird auch genauer geplant, wie viel Sand wieder verladen werden muss.

Antje Brüggerhoff
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312
Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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