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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Interview: „Das ist unnötiger Symbolismus“

17.04.2021

Frage: Was spricht gegen eine Verpflichtung von Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu testen?

Tom Nietiedt: Moment! Es geht um eine Testangebotsverpflichtung. Wir sind zum Angebot verpflichtet – nicht aber zum Testen. Aber für eine Verpflichtung spricht, dass wir eine noch bessere Aufklärungsquote in dieser pandemischen Lage bekommen und die Grauzone möglicher infizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entdecken. Dagegen spricht jedoch, dass die Unternehmen seit inzwischen 13 Monaten permanent an der Verbesserung der Infektions- und Hygieneschutzmaßnahmen intensiv mitarbeiten. Angefangen von besserem Lüftungsmanagement über Betriebsanweisungen zur Handhygiene und der Separierung von Mitarbeitern, die zu dicht aufeinander gearbeitet haben, bis hin zu vielen Maßnahmen des Besuchermanagements.

Frage: Warum muss der Bund erst mit einer Verpflichtung drohen, damit die Betriebe testen?

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Nietiedt: Das ist ein Zeichen von Verunsicherung, weil der Bund viele seiner eigenen Ansprüche nicht erfüllen kann. Ich halte die Verpflichtung für unnötigen Symbolismus. Man hätte es bei der Freiwilligkeit belassen sollen. Ein partnerschaftlicherer Dialog hätte viel Verdruss vermieden. Wir im AWV haben schon vor der Zwangsmaßnahme 40 000 Tests bestellt – freiwillig.

Frage: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Testpflicht umgesetzt werden kann?

Nietiedt: Wir brauchen natürlich eine entsprechende Menge an Tests. Ohne Schnelltests können die Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht testen, so einfach ist das. Es gibt meines Wissens sechs zertifizierte Produkte, die der Bund auch anerkennt. Aber die Bestellrückstände sind groß, erst in den nächsten Wochen sollen die Tests hier in ausreichender Anzahl eintreffen. Außerdem muss man gucken, dass man aus der offiziellen Liste bei den richtigen Anbietern ordert und nicht bei den grauen und schwarzen Schafen. Hinzu kommt: mit den Tests einher geht ein organisatorisches und ein datenschutzrechtliches Problem. Daher müssten alle Arbeitgeber ihre Meldesysteme deutlich verschärfen.

Frage: Wer sollte am Ende die Kosten für die Testangebote tragen – Bund oder Arbeitgeber?

Nietiedt: Die Testungen kosten etwa 4 Euro pro Stück im Einkauf für die Arbeitgeber. In einer maßvollen Weise kann das der Arbeitgeber tragen. Aber: Das ist ein weiterer Kostenfaktor in einer Kette vieler Maßnahmen, die die Unternehmen für den Infektionsschutz bereits tragen. Und für manchen Betrieb ist das bei größeren Stückzahlen durchaus ein Kostenproblem.

Oliver Braun Redakteur / Redaktion Jever
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