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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Interview mit Tourismus-Fachwirt Reinhard Thomssen: „Fremdenverkehr ist bei uns kein Massentourismus“

12.05.2021

Thalasso war längst überfällig im Wangerland, sagt Reinhard Thomssen, Ratsmitglied und Tourismusfachwirt. Mit dem Thalassozentrum beginne eine neue Entwicklungsphase im Wangerland, sagt er.

Reinhard Thomssen

war von 1974 bis 2008 bei der Kurverwaltung Wangerland – heute Wangerland Touristik GmbH (WTG) – beschäftigt. Von 1981 bis 2008 prägte er als Kurdirektor bzw. WTG-Geschäftsführer an verantwortlicher Stelle Fremdenverkehr und Tourismus an der jeverländischen Küste. Heute bringt der 68-jährige Touristik-Fachwirt als Ratsherr im Wangerland und Vorsitzender des Tourismusausschusses seinen Sachverstand ein.

Frage: Vor 50 Jahren wurde in Horumersiel das erste Hochhaus bezogen. In welcher Weise hat dieses Ereignis die Entwicklung des Ortes beeinflusst?

Thomssen: Der Bau der Hochhäuser hat dem Sielort städtebaulich natürlich ein anderes Gesicht gegeben. Das war nicht der Wunsch des Minser Gemeinderates, sondern der Bezirksregierung in Oldenburg. Die wollte statt einer flächenverbrauchenden Feriensiedlung verdichtete Bebauung. Der Gemeinderat stimmte dem zähneknirschend zu, weil sonst keine Zuschüsse für den Bau der Kanalisation geflossen wären. Die Ratsherren um Bürgermeister Rudolf Garlichs und Gemeindedirektor Alfred Geyer haben mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses mit Lehrschwimmbecken sowie des ersten Wellenfreibads an der niedersächsischen Küste sehr weitsichtig geplant.

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Frage: In den späten 60er- und frühen 70er-Jahren nahm Horumersiel-Schillig eine rasante Entwicklung. 1971 überschritt die Zahl der Übernachtungen erstmals die 500 000-Marke. Heute ist längst die 2-Millionen-Grenze geknackt. Wohin strebt die Entwicklung und wo sind die Grenzen?

Thomssen: Der Fremdenverkehr im Wangerland ist kein Massentourismus. Wir haben weitläufige Strände, reizvolle Landschaft und zahllose Übernachtungsmöglichkeiten. Das Angebot muss sich aber wandeln, weil die Ansprüche der Gäste sich ebenfalls verändern. Manche Quartiere fallen weg, weil sie nicht mehr gebucht werden. Die kleine Ferienwohnung im Anbau wird kaum noch nachgefragt. Die Gäste wünschen heute komfortable Anlagen mit Rundumservice, z. B. der Möglichkeit, frühstücken zu gehen.

Frage: Man konnte in den letzten Jahren den Eindruck gewinnen, das Wangerland ruhe sich auf seinen Lorbeeren aus. Kann das gerade entstehende Thalasso-Zentrum den Start in eine neue Phase auslösen?

Thomssen: Auf jeden Fall. Thalasso war längst überfällig. Die Menschen sind bereit, etwas für ihre Gesundheit auszugeben. Dazu gehören adäquate Unterkünfte. Die Leistungsträger werden eigene Thalasso-Angebote haben können. Natürlich muss auch in die öffentliche Touristik-Infrastruktur investiert werden.

Frage: Ein Megatrend unserer Zeit ist Nachhaltigkeit. Wie nimmt das Wangerland diesen Trend an?

Thomssen: Alles, was von der WTG neu gebaut wird, berücksichtigt diesen Aspekt natürlich. Wir haben bisher Fotovoltaik und Solarthermie auf Gebäude der Campingplätze eingesetzt. Und wir werden auch bei dem Vorhaben, unsere Sportboothäfen aufzuwerten, in diese Richtung gehen. Und der Bau des Thalasso-Zentrums entsteht unter Berücksichtigung dessen, was technisch machbar und nützlich ist.

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