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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Zäune als Schutz vor dem Wolf sind „eine Utopie“

02.10.2017

Jade /Wangerland Vor dem Hintergrund der Wolfsrisse in Jade hat der CDU-Landtagskandidat Jens Damm eine Regulierung der Wolfspopulation gefordert. Wie berichtet, wurden in der Gemeinde Jade mehr als 20 Schafe vermutlich von einem Wolf oder Wolfshund gerissen.

„Unabhängig davon, ob hier wirklich der Wolf der Verursacher ist, kann man beobachten, dass immer mehr Tierhalter durch Wolfsrisse betroffen sind. Die Tiere verenden teils unter Qualen, der Schaden ist immens“, so Damm. Regionen wie Friesland oder die Wesermarsch seien geprägt von Weidehaltung, es gebe kaum natürliche Rückzugsorte für Wölfe. „Es ist doch eine Utopie, dass wir alle Weideflächen in Niedersachsen mit 2,50 Meter hohen Wolfsschutzzäunen schützen können. Die Weidehaltung ist ein Markenzeichen unserer Region: Sollen wir alle Tiere im Stall halten, damit sich der Wolf ausbreiten kann?“

Die CDU wolle deshalb nach Erreichung der artenschutzrechtlichen Voraussetzungen den Wolf zur Regulierung und zur Eingrenzung von Nutztierschäden in das Jagdrecht aufnehmen. „Wichtig ist auch, dass die Beweislast umgekehrt wird und Betroffene zügig und ausreichend entschädigt werden“, betont Damm

„Wir müssen aufhören, die Zunahme an Wolfsrissen auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine natürliche Begrenzung der Vermehrung der Tiere wird nicht erfolgen, denn der Tisch ist durch die Weidehaltung der Nutztiere für den Wolf reichlich gedeckt. Um die Akzeptanz der weiteren Ausbreitung des Wolfes zu erhalten, werden wir an einer Regulierung der Wolfpopulationen nicht vorbeikommen“, meint Damm.

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