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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Über diesen Weg fahren täglich 200 Laster

05.03.2019

Jeringhave Lärm, Schmutz und luftverpestende Abgase von bis zu 200 Lastwagen pro Tag: Dies alles bleibt den Anwohnern der Rotenhahner Straße in Jeringhave erspart. Um den Baustellenverkehr für die Ertüchtigung der Strecke von Varel nach Sande nicht durch das Wohngebiet zu führen, hat die Deutsche Bahn eigens eine Umgehungsstraße gebaut. Diese wurde am Montagnachmittag offiziell in Betrieb genommen.

Die Zufahrt führt nun über das bereits vorhandene Wegenetz durch die Windparks „Krögershamm“ und „Ammersche Länder“. Zur Vervollständigung der Zuwegung musste lediglich eine Lücke von 400 Metern sowie eine bauzeitliche Brücke über die Brunner Bäke neu angelegt werden. Diese werden zum Ende der Bauarbeiten wieder zurückgebaut, erläuterte Bahnsprecher Armin Skierlo. Über die Kosten für dieses Projekt machten die Bahn-Vertreter am Montag auf NWZ-Nachfrage keine Angaben.

Früh sei klar gewesen, dass die asphaltierte, jedoch teilweise gewichtsbeschränkte, schmale und nachts unbeleuchtete Rotenhahner Straße kaum Begegnungsverkehr mit Lastern oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen zulassen würde. Entgegenkommender Verkehr hätte weitestgehend auf den unbefestigten Randstreifen und benachbarte Grundstücke ausweichen müssen. Deshalb suchte die Bahn nach Lösungen.

Die DB Netz AG führte frühzeitig viele Gespräche mit den Anwohnern. Daraufhin wurde eine Alternativroute weit abseits der Wohnhäuser erarbeitet. „Im Ergebnis der sehr konstruktiven Zusammenarbeit mit den örtlichen Windparkbetreibern Ammersche Länder und Krögershamm, den Grundstückseigentümern, der Stadt Varel, der Gemeinde Bockhorn, dem Landkreis Friesland und der Sielacht Bockhorn-Friedeburg werden nun die vorhandenen Wegenetze der beiden Windparks für den Baustellenverkehr genutzt“, so Skierlo.

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Zweierlei Maß

„Die Baustraße ist bereits seit einigen Tagen durchgängig befahrbar, so dass den eigentlichen Bauarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Varel-Dangastermoor und Ellenserdammersiel nichts mehr im Wege steht“, sagte Projektleiterin Jutta Heine-Seela. Sie geht davon aus, dass während der Bauarbeiten bis Mitte 2020 an fast allen Tagen einige Dutzend Lastwagen auf der Umgehungsstraße verkehren, auch zum Teil nachts und an den Wochenenden: „In Spitzenzeiten könnten es mitunter bis zu 200 Lkw-Fahrten pro Tag sein.“

Um zur Bahnbaustelle zu kommen, müsse zudem eine Brücke über die Autobahn 29 am Deichweg genutzt werden. Diese ist gewichtsbeschränkt. „Die Lastwagen dürfen sie aufgrund einer Ausnahmegenehmigung der Straßenbehörde in Oldenburg in Schrittgeschwindigkeit überfahren“, sagte Bahn-Projektmanager Detlev Knauer.

Die Windparkbetreiber kooperierten gern, zumal sie Pacht kassieren. „Die Belastung für die Anwohner wären über Jahre immens gewesen“, sagte Hergen Eilers, Vertreter des Windparks Krögershamm: „Im Sinne der guten Nachbarschaft war es selbstverständlich, eine gute Lösung zu finden.“ Auch Varels Erster Stadtrat Dirk Heise zeigte sich zufrieden: „Diese Lösung dient nicht nur dem Schutz der Bürger, sondern auch des städtischen Vermögens.“

Anlieger, die im unmittelbaren Umfeld der Baustelle leben, können sich bei Fragen oder Hinweisen jederzeit mit dem Projektteam per E-Mail an abs-ol-whv@deutschebahn.com oder das Kontaktformular auf der Internetseite www.oldenburg-wilhelmshaven.de in Verbindung setzten.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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