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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Jetzt sind die Bürger gefragt

01.12.2015

Friedrichsfeld Fünf Studenten der Hochschule Osnabrück beschäftigen sich mit der Nutzungsproblematik des ehemaligen Standortübungsplatzes Friedrichsfeld. Dazu planen sie in dieser Woche Bürgerbefragungen in Varel und Bockhorn. Die Studenten wollen ein Konzept für Friedrichsfeld entwickeln, das die naturschutzfachliche Kompensation für die A20 und die Freizeitnutzung miteinander vereint.

Der ehemalige Standortübungsplatz Friedrichsfeld gilt als ein beliebtes Ausflugsziel für Hundebesitzer, Spaziergänger und Reiter. Wie berichtet, möchte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Fläche als Ausgleichsfläche für die geplante Küstenautobahn 20 entwickeln und die öffentliche Nutzung drastisch einschränken. Eine dieser Kompensationsmaßnahmen ist die Schaffung eines circa 130 Hektar großen Wiesenbrutvogelbereiches. Naturschützer fürchten die Zerstörung der Artenvielfalt.

Das Hochschulprojekt setzen die Studenten im fünften Semester im Zuge ihres Studienganges Landschaftsentwicklung um, erklärt Student Michael Ludwig im Gespräch mit der NWZ . Ziel sei es, für Naturschutz und Erholungsnutzung einen Kompromiss zu finden, der die jeweiligen Anforderungskriterien an das Gebiet erfüllt. „Dabei sollen die Bedürfnisse der Bürger vor Ort berücksichtigt werden und deswegen werden sie befragt“, meint Student Julian Walter. Die Aufgabe bestehe in der kompletten Konzeption und Erarbeitung dieses Konzepts mit abschließender Abgabe in Berichtform.

Friedrichsfeld sei in seiner Größe und mittlerweile relativen Ungestörtheit ein einzigartiger Standort, der zur Erholungsnutzung einlade und eine vielfältige, strukturreiche Natur biete, beschreiben die Studenten den Reiz der vor ihnen liegenden Aufgabe. Gleichzeitig sei Friedrichsfeld als Fläche des Bundes ein maßgeblicher Ort zur Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen. Diese Nutzungen würden im Spannungsfeld stehen und sollten verbunden werden, sagen die Studenten.

Vorab hat sich die Projektgruppe bereits selbst ein Bild vor Ort gemacht. Auch setzten sich die Studenten mit den geplanten Maßnahmen zur Nutzung als Kompensationsfläche auseinander und analysierten diese eingehend. Weiterhin sprachen sie mit Verantwortlichen.

Nach der Bürgerbefragung folge eine Analyse der Angaben, erklärt Student Christian Jäckel. Danach entwickeln sie das Konzept. „Da es sich um ein Hochschulprojekt handelt, hat die Planung keinen verbindlichen Charakter. Unser Planungskonzept versteht sich als rein informelle Planung. Wir hoffen jedoch, dass einzelne Aspekte unseres Konzeptes von den handelnden Akteuren übernommen werden.“

Melanie Jepsen
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2504

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