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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Alte Molkerei In Jever Muss Weichen: Breitere Gänge und mehr Ruhe

29.11.2019

Jever 1897 hat der jeversche Architekt Theodor Eilers (1867 bis 1946) sie gebaut: Die Molkerei der Gebrüder Groh (Berlin) an der Bahnhofstraße 44 in Jever wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach umgebaut und erweitert – die Harmonie, die Eilers’ Gebäude-Entwürfe ausmachen, ist seitdem längst verloren.

1978/79 wurde das Kino ins Molkerei-Ensemble eingefügt, zwischenzeitlich war das Hauptgebäude „Bier-Akademie“.

Bereits im Oktober 2013 hatte Gilde Investors als Eigentümerin des Komplexes mit der Entkernung des Gebäudes begonnen. Doch seit Frühsommer 2014 ruhten die Arbeiten auf der Baustelle. Für viele Jeveraner wurde das Gebäude zum Schandfleck – immer wieder gab es Beschwerden.

Seit Mittwoch steht fest: Es soll weitergehen. Und das bedeutet, dass die Alte Molkerei irgendwann in den kommenden zwei Jahren abgerissen wird. Was erhalten bleiben soll, ist die erhöhte Rampe – als Mall mit Außengastronomie. Und ebenfalls erhalten bleibt das Kino.

„Das wird allerdings für den Zeitraum des Umbaus schließen müssen“, kündigte Klaus Heiny, Architekt von Gilde Investors, an: Beim Abriss der Alten Molkerei fallen auch die Nebenräume und Toiletten des Kinos. „Das Kino bleibt im Kern dabei stehen“, erläuterte er im Bauausschuss am Mittwoch.

Mit dem Neubau erhält das Kino dann neue Sanitäranlagen und ein komplett neues Dach. In den neuen, zehn Meter hohen Gebäuderiegel, der dann auf der Fläche des Molkerei-Gebäudes errichtet wird, soll auch die Pizzeria mit einziehen, die seit Jahren in einem frei stehenden Holzhaus vorn an der Ecke zur Adolf-Ahlers-Straße untergebracht ist, kündigte Heiny an. Sowohl mit dem Kino- als auch mit dem Pizzeria-Betreiber sei das schon geklärt.

Die Spielhalle neben dem Kino bleibt ebenfalls bestehen. Im neuen Gebäude haben zudem eine Post-Agentur und ein Blumenladen Platz, außerdem wird die Getränkeabteilung des Edeka-Markts in den Neubau hinein vergrößert.

Insbesondere der vergrößerte Getränkemarkt hat in der ersten Auslegung der Pläne den Mitbewerber, angesiedelt neben einem großen Discounter an der Wittmunder Straße, auf den Plan gerufen: Er hat die Stadtverwaltung aufgefordert, von jeglicher Überplanung des Bereichs Bahnhofstraße/Adolf-Ahlers-Straße Abstand zu nehmen. In der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen folgte die Politik diesem Einwand jedoch nicht.

Die Stadt hatte die Firma „Stadt + Handel“ damit beauftragt, ein Verträglichkeitsgutachten zu erstellen – Ziel war, die Auswirkungen des Edeka-Umbaus an der Bahnhofstraße auf das gesamte Stadtgebiet zu überprüfen. „Stadt + Handel“ kommt zu dem Ergebnis, dass die Erweiterungspläne um 633 Quadratmeter als „verträglich“ einzustufen sind.

Und der vor knapp zwei Jahren bei einer ersten Planung zutage getretene Konflikt zwischen den Betreibern von Edeka an der Bahnhofstraße und Edeka im St. Annen-Quartier hat sich mittlerweile ebenfalls aufgelöst: Beide Edeka-Märkte gehören Tobias Wichmann – und damit gibt es keine konkurrierenden Interessen mehr.

Dass sich Umsatzverschiebungen durch den Umbau ergeben werden, steht indes fest – „Stadt + Handel“ setzt maximale Verschiebungen von 10 Prozent an. Allerdings, das betonte Hans Korte von der Firma Edeka, geht es bei der Erweiterung des Marktes an der Bahnhofstraße nicht um eine Sortimentserweiterung: „Wir brauchen mehr Platz, um einen seniorengerechten Supermarkt mit breiteren Gängen zu schaffen und dadurch die Situation zu beruhigen“, sagte er.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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