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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Neue Biogas-Anlage soll nur Gülle und Mist verfeuern

09.04.2018

Jever Biogasanlagen-Betreiber Enno Brader will mit Blick auf die neue Düngemittelverordnung seine Biogas-Anlagen in Alt-Moorwarfen an der Sillensteder Straße modernisieren. Laut Brader ist dafür unter anderem der Neubau einer großen Halle und eines ca. 18 Meter hohen Fermenters erforderlich. Um seine Pläne in die Tat umzusetzen, muss allerdings der bestehende Bebauungsplans geändert werden.

Erst vor etwa einem halben Jahr hatte die Stadt einen neuen Bebauungsplan aufgestellt, um die bestehende Anlage nachträglich rechtssicher zu machen (die   berichtete).

Seine neuen Pläne für die Anlagen stellte Brader nun im Landwirtschaftsausschuss vor. Allerdings verfügten die Mitglieder offensichtlich nur über eine äußerst dünne, etwa halbseitige Vorlage, aus der nichts ersichtlich war, außer der reinen Bau-Absicht Braders.

Nachbarn hören hin

Das Vorhaben stieß bei den Anliegern in Moorwarfen durchaus auf Interesse – gut 20 Nachbarn hörten zu.

Brader plant nach eigenen Angaben die Anwendung eines neuen Verfahrens, das erstmalig in Norddeutschland zum Einsatz komme und ein „Leuchtturmprojekt“ sein könnte. Derzeit betreibt er seine Anlagen überwiegend mit Mais, Gras und Getreide, die modernisierte Anlage hingegen würde ausschließlich mit Reststoffen aus der landwirtschaftlichen Nutzung betrieben werden. Im Klartext: mit Gülle und Mist.

Da eine höhere Effizienz der Stoffverwertung erreicht werden könne, hätte die Anlage zudem einen deutlich reduzierten In- beziehungsweise Out-Put. Laut Brader verbrauchen seine Anlagen derzeit 70 000 Tonnen Material pro Jahr, künftig würde er nur noch 30 000 Tonnen benötigen. „Das bedeutet auch deutlich weniger Transporte von und zur Anlage“, meint Brader.

Zudem werde die Geruchsbelästigung minimiert. Und die landwirtschaftlichen Flächen, die bisher für die Biogasproduktion genutzt wurden, könnten künftig wieder anderweitig genutzt werden.

Gülle und Mist

Künftig könnte laut Brader die Anlage also den Gülle- und Mistüberschuss – er sprach von etwa 20 Prozent – verwerten und in Energie und Dünger umwandeln, der dann auf Ackerflächen in Ostdeutschland zum Einsatz kommen könnte.

Sorgen in Bezug auf mögliche Geruchsbelästigungen oder einen entstehenden Gülletourismus versuchte er zu zerstreuen – alles müsste ein normales Genehmigungsverfahren inklusive Geruchsgutachten durchlaufen und die Anlieferer für Gülle und Mist kämen aus dem umliegenden Gebiet.

Trotzdem fassten die Ausschussmitglieder keinen Aufstellungsbeschluss, sondern verwiesen das Thema zur Beratung zurück in die Fraktionen – dann aber mit mehr Informationen und einer faktenstarken Vorlage.

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