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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Intensive Pflege der Graften

05.09.2018

Jever Das Team „Graftenreinigung“ um Annemarie Janssen und weitere Anlieger der jeverschen Graften ruft zur nächsten Reinigungsaktion an der Pferdegraft auf: Beim Arbeitseinsatz am 25. August hatten die zehn Ehrenamtlichen nicht alles geschafft. Nun greifen sie am 22. September, 10 Uhr, nochmals zu Rechen und anderem Werkzeug, um Pflanzenreste, Algen und Unrat aus der Graft zu fischen.

Die Stadt Jever ist dankbar, dass sich Bürger für ihren Lebensraum einbringen, betont Bürgermeister Jan Edo Albers: „Im Zusammenwirken mit den Mitarbeitern des Baubetriebshofs und dem Umweltbeauftragten Volker Bleck werden durch die aktiven Freiwilligen dankenswerterweise große Mengen organische Masse sowie Müll aus dem Gewässer herausbefördert, die vom Baubetriebshof abtransportiert und entsorgt werden.“

Die wiederholte Reinigung der Graften führt nicht nur zu einem verbesserten optischen Eindruck der historischen Wallanlagen, betont Albers: Vor allem erleichtert sie langfristig die professionelle Pflege der Graften durch den Bauhof. „So wird durch das private Engagement der Zeitpunkt, zu dem eine Graft mit schwerem Gerät gereinigt werden muss, hinausgeschoben.“

Manche Jeveraner sehen indes die Stadt deutlich mehr in der Pflicht, die Graften in ordentlichem Zustand zu halten. „Die Stadt müsste viel mehr Geld dafür in die Hand nehmen“, kritisiert ein Anlieger Am Wall. Er ist insbesondere besorgt, dass bei den Reinigungseinsätzen der Gruppe etwas passieren könnte.

Laut Bürgermeister führt der Bauhof regelmäßige Kontrollen durch, um insbesondere die Wasserqualität zu erhalten und ein Umkippen der Gewässer zu vermeiden. Doch durch das vorbildliche Engagement der Gruppe werden die Graften intensiver gepflegt als es der Baubetriebshof leisten könnte.

Jevers Graften

Die Graften sind die Reste eines geschlossenen Verteidigungsrings aus Wassergraben und Wall um Jevers Altstadt.

Bis zur Sanierung der Graften Ende der 90er Jahre war das Wasser klar – der sauerstoffreiche Schlamm hat Bewuchs verhindert. Bei der Sanierung, die 1996 bei der Blankgraft begann und 1998 mit der Pferdegraft endete, wurde der tote Schlamm aus den Graften gebaggert – mehr als 9000 Kubikmeter. Seitdem gedeihen Pflanzen.

Alle zwei bis drei Jahre werden per Bagger die Ränder und Überläufe der Graften entschlammt – so bleiben sie biologisch funktionsfähig.

Die Graften werden allein durch Regen und Grundwasser gespeist. Zuläufe von den Straßen wurden aufgrund möglicher schädlicher Einschwemmungen bei der Sanierung gekappt.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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