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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Gute Stimmung bei Unternehmen

29.12.2017

Jever Die Planungen des Vorstands der Volksbank Jever für 2017 sind aufgegangen: „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden – es entspricht unseren Erwartungen“, zog Vorstands-Vorsitzender Michael Engelbrecht am Donnerstag Bilanz. Und: „Wir sind optimistisch für 2018.“

Das ordentliche Betriebsergebnis 2017 liegt zwar mit 8,0 Millionen Euro leicht unterhalb des Vorjahres mit 8,4 Mio. Euro. Aber sie wird von Vorstandsmitglied Lambert Meyer aufgrund der günstigen Risikolage als voll zufriedenstellend eingestuft (siehe Infokasten).

Grund ist der anhaltende Niedrigzins: „Das ist längst keine Phase mehr, sondern droht zum Dauerzustand zu werden“, sagte Engelbrecht: Seit Oktober 2008, als der Zinssatz bei gut 5 Prozent lag, sei es stetig bergab gegangen. Im Mai 2015 sank der Zinssatz erstmals ins Minus – und dort steht er bis heute.

Volle Auftragsbücher

Es zeichne sich zwar ab, dass die Zinsen wieder leicht steigen – „aber mit Sicherheit erreichen wir das Niveau von vor zehn Jahren nicht mehr“, so Engelbrecht.

Dass das Geschäftsergebnis der Volksbank dennoch gut ist, liege auch am robusten Wachstum der mittelständischen Firmen der Region: „Die Stimmung bei den Mittelständlern in Bezug auf Umsätze, Auftrags- und Ertragslage ist blendend“, sagt Engelbrecht: Die Firmenkunden präsentierten gute und sehr gute Bilanzen – und das wirkt sich auch auf die Bankbilanz aus. „Die Region ist wirtschaftlich gut aufgestellt – unsere regionale Verwurzelung ist ein Pfund.“

Dass die Investitionsbereitschaft der Betriebe hoch sei, zeige sich am Wachstum im Kreditgeschäft: Es steigerte sich um gut 20 Mio. Euro (plus 3,0 Prozent). „Wir sind der größte Kreditgeber in der Region“, ist der gesamte Volksbank-Vorstand stolz.

Dank der gut gefüllten Auftragsbücher auch für 2018 geht Engelbrecht davon aus, dass sich der Trend fortsetzt. „Und da die Arbeitsplätze sicher sind, investieren auch Private vermehrt.“

Allerdings: Den Unternehmen fehlen Fachkräfte. „Das Handwerk hat volle Auftragsbücher, zum Teil müssen jedoch aus Personalmangel Aufträge abgelehnt werden“, berichtet der Volksbank-Vorsitzende. „Die Bereitschaft einzustellen ist da, aber die Bewerber fehlen – und zwar auch schon bei Ausbildungsplätzen.“

Landwirte erholen sich

In der Landwirtschaft, Sorgenkind der vergangenen Jahre, zeige sich Licht am Ende des Tunnels: Mit den Milchpreisen, die von unter 20 Cent wieder auf 40 Cent geklettert sind, habe sich die Lage der Milchviehhalter spürbar verbessert. „Unsere Landwirte sind wieder zuversichtlich“, hat Engelbrecht festgestellt. Doch trotz der Entspannung der wirtschaftlichen Lage konnten viele Betriebe die Verluste der vergangenen Jahre noch nicht ausgleichen. „Der Konsolidierungsprozess in der Landwirtschaft geht weiter – und einige Betriebe haben bereits aufgegeben.“ Hinzu kommt: Mit der positiven Milchpreis-Entwicklung steigt auch die an die Molkereien gelieferte Milchmenge wieder an.

„Wir erwarten deshalb für 2018 wieder etwas tiefere Preise – einen erneuten Preiseinbruch halten wir aber für eher unwahrscheinlich. Denn die weltweite Nachfrage ist stabil“, so Engelbrecht.

Bilanz der Volksbank Jever: Die Bank in Zahlen

Die Bilanzsumme der Volksbank Jever wuchs 2017 um rund 19 Millionen Euro (plus 2,2 Prozent) auf etwa 921 Mio. Euro (2016: 902 Mio. Euro). Insgesamt betreut die Volksbank ein Kundenvolumen von mehr als 1,8 Milliarden Euro (plus 33 Mio. Euro).

I m Kreditgeschäft steigerte sich die Bank um gut 20 Mio. Euro (plus 3,0 Prozent) auf 708 Mio. Euro (2016: plus 1,2 Prozent auf 690 Mio. Euro): Das Wachstum resultiert vor allem aus langfristigen Bau- und Kauffinanzierungen. Zusammen mit vermittelten Krediten im Verbund beläuft sich das Gesamtkreditvolumen auf mehr als 850 Mio. Euro.

Das Einlagengeschäft entwickelte sich 2017 „seitwärts“: nach 615 Mio. Euro 2016 liegt es 2017 bei 616 Mio. Euro. Die seit langem niedrigen Zinsen sorgen für Nachfrage bei kurzfristigen und flexiblen Anlageangeboten.

Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich mit einem Gesamtvolumen von 240 Mio. Euro (Vorjahr: 225 Mio.) positiv. Das Anlagevolumen im Verbund schließt 2017 mit einem Gesamtbestand von mehr als 950 Mio. Euro.

Die Volksbank schließt mit einem ordentlichen Betriebsergebnis von 8,0 Mio. Euro (0,85 Prozent des Geschäftsvolumens) leicht unterhalb des Vorjahresergebnisses ab: 2016 betrug das Betriebsergebnis 8,4 Mio. Euro, das sind 0,93 Prozent des Geschäftsvolumens.

Der Steueraufwand der Volksbank Jever liegt bei mehr als 2 Millionen Euro.

Das Eigenkapital wird um 5,5 Mio. Euro auf 118 Mio. Euro aufgestockt. Zusammen mit den stillen Rücklagen beträgt das Eigenkapital insgesamt rund 130 Mio. Euro – damit erfüllt die Volksbank aktuell und in den kommenden Jahren alle aufsichtsrechtlichen Vorgaben.

Die Genossenschaftsbank hat 2017 mehr als 20 000 Mitglieder (plus 500). Sie beschäftigt 234 (2016: 234) Mitarbeiter/innen, davon 22 Auszubildende und BA-Studenten.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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