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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Landwirtschaft: Bauern warten auf schnelles Netz

25.09.2019

Jever „Das ist ja eine Krone, so prächtig wie sie früher unser Erwin Breitling aus Schoost gebunden hat“: Schortens’ Landvolkvorsitzender Jörg Even war am Dienstag beim Anblick der Erntekrone vor dem Kreisamt sichtlich beeindruckt.

Vor einer Woche hatten Mitglieder des Landvolkvereins Jever-Moorwarfen und viele Helfer die Erntekrone aus Weizenähren gebunden. Nun ziert sie das Foyer des Kreisamts in Jever: Traditionell überreichen die Landvolkvereine des Jeverlands und Kreislandwirt Hartmut Seetzen die Erntekrone an den Landkreis. Sie ist mehr als ländliche Deko: Der grüne Berufszweig will mit der Erntekrone daran erinnern, dass die Landwirtschaft wichtig ist, weil sie Nahrungsgrundlagen schafft und so zur Lebensqualität beiträgt, betonte Kreislandvolkvorsitzender Hartmut Seetzen.

Der Empfang, der auf die Übergabe der Erntekrone folgt, ist ein lieb gewonnenes Ritual: Landwirtschaft, Kreisverwaltung und Kreispolitik versichern sich bei Tee und Kuchen im Kreisamt gegenseitig gute Zusammenarbeit getreu dem Motto „Stadt und Land Hand in Hand“. Und Landrat Sven Ambrosy hört sich Sorgen und Vorschläge aus der Landwirtschaft an.

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Ihm sei bewusst, dass die stetig zunehmende Überregulierung immer neue Probleme für die Landwirtschaft bringt, sagte er. Zugleich wies er darauf hin, dass die verschiedenen Interessen von Naturschutz, Wirtschaft und Landwirtschaft gegeneinander abgewogen werden müssen. „Ich habe aber das Gefühl, dass Landwirtschaft und Naturschutz bei uns in einem guten Dialog stehen“, sagte der Landrat.

Er berichtete zudem, dass das kurz vor dem Abschluss stehende Raumordnungsprogramm des Landkreises nun noch einmal überarbeitet werden muss. Denn mit dem neuen Klimaschutzgesetz des Landes, das auch die Windkraft regelt, seien neue Planungsebenen entstanden, die zusätzliche Beteiligungsverfahren erforderlich machen, so Ambrosy. „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“, sagte er.

Beim Breitbandausbau hoffen alle darauf, dass nach der Auftragsvergabe Friesland in einem Jahr flächendeckend mit ordentlichem Internet versorgt ist. Ambrosy bezeichnete den Breitbandausbau als größtes Infrastrukturprojekt, das es im Landkreis bisher gegeben hat. Dass der Landkreis Friesland mit einer Eigengesellschaft Unabhängigkeit gegenüber Großanbietern bewahrt, unterstützt auch das Kreislandvolk, betonte Hartmut Seetzen. Er berichtete von seinen Problemen mit schnellem Internet. Er hatte von einem bundesweiten Anbieter seinen Vertrag gekündigt bekommen – per Einspruch war die Kündigung dann zurückgenommen worden.

„Dürre und Hitze haben arg an den Nerven der Bauern gezerrt“, berichtete der Kreislandwirt vom bisherigen Jahresverlauf. Die Ernteergebnisse wiesen eine große Bandbreite auf – je nach Bodenverhältnissen und lokaler Witterung ist die Ernte mal besser, mal schlechter ausgefallen. Besonders hart treffe es die Futterbaubetriebe, denen vielfach das Grundfutter für die Rinder und Schafe fehlt.

Etwas kompensiert werden konnte der Minderertrag durch gutes Stroh und eine sich zufriedenstellend anbahnende Maisernte. „Unter dem Strich sind die Landwirte der Region aber mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Seetzen.

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