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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Garten-Steinwüsten versus Blühstreifen

25.04.2019

Jever Jevers Landwirte ärgert es, dass sie pauschal verurteilt werden, wenn es um Tierschutz und Umweltschutz geht: „Wir betreiben Landwirtschaft mit Leidenschaft und sind keine Agrarfabriken, unsere Betriebe werden traditionell familiär geführt. Bei uns steht das Tierwohl obenan, denn gesundes Vieh ist unser Betriebskapital und davon kann man sich jederzeit überzeugen“, sagte Jevers Landvolkvorsitzender Hilmar Beenken bei der Jahreshauptversammlung im Chausseehaus.

„Wie arm wäre doch unsere Stadt ohne bäuerliche Betriebe, die fernab von jeglicher Agrarfabrikstruktur umweltfreundliche traditionelle Landwirtschaft in moderner Form betreiben“, führte Beenken aus. Zu kritisieren ohne sich zu informieren und mit pauschalen Behauptungen den Berufsstand zu diskriminieren, bezeichnete Beenken als unfair. „Wir Landwirte in Jever haben keine Massentierhaltung und eine ausgewogene Bodenversorgung – wir halten uns an Trinkwasserschutz.“

Dabei verwandelten viele Kritiker der Landwirte ihren Garten in Steinwüsten – „von uns fordern sie, Blühwiesen anzulegen“, sagte Werner Martsfeld. Mit der Pflege der Wallhecken und Blühstreifen betreiben Frieslands Landwirte beispielhaft Umweltschutz und schafften 80 Hektar Blühwiesen. Doch Bürger zu naturnahen Gärten zu verpflichten, scheiterte am Willen der Politik, berichtete Bürgermeister Jan Edo Albers.

Durch das Biosphärenreservat sieht Albers wenig Bedrohung für die Landwirte in der Stadt, sagte er. Im neuen Raumordnungsprogramm des Landkreises gebe es weit gefährlicheren Zündstoff. Er sagte den Landwirten zu, er wolle weitere Einschränkungen, wie sie das Raumordnungsprogramm beinhaltet, verhindern oder zumindest abschwächen.

Traditionell wurde die Versammlung mit Moorwarfer Beefsteak – Hausmacher-Frikadelle – und Bratkartoffeln aufgelockert. So friedlich eingestimmt, entschied man sich auch, nicht voreilig einer Anregung, mit dem Landvolkverein Cleverns-Sandel-Möns zu fusionieren, nachzukommen. 2020 soll erneut darüber beraten werden. Denn, so die mehrheitliche Meinung, dann geht ein Verein verloren, der den Zusammenhalt im Außenbereich Addernhausen-Moorwarfen fördert.

Mit ihrem Beitritt zur Interessengemeinschaft Jeverländer Speisenkammer will das Landvolk das Thema regionale Produkte unterstützen.

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