• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Erneuter Anlauf zur Vergrämung

04.07.2018

Jever Mit einem Schreiben an Ministerpräsident Stephan Weil sowie an Jevers Rat und Verwaltung hatten Anke Casper, Alke Sindern, Anika Gräßner Weber und Angelika Hinrichs vom Projekt „Sophie“ um Hilfe gegen die Saatkrähen gebeten: „Diese ,intelligenten, schönen und per Gesetz geschützten Singvögel’ verursachen Massen an hässlich stinkendem Kot.  Äste und Dreck vom Nestbau verfangen sich in den Rädern von Rollstühlen, Rollatoren, Kinderwagen etc. und blockieren sie“, heißt es in dem Schreiben.

Projekt „Sophie“ wünschte sich, dass die Brutbäume, die das Sophienstift umgeben, so massiv heruntergestutzt werden, dass Saatkrähen keine Möglichkeit mehr haben, ihre Nester dort zu bauen. Denn „Krähen verursachen furchtbaren Lärm, mit dem sie die Menschen um das Heim und in der Stadt terrorisieren“, schreiben die Unterzeichnerinnen.

Nun haben die Ehrenamtlichen von „Projekt Sophie“ Antwort aus dem Umweltministerium bekommen – dorthin hatte der Ministerpräsident ihr Schreiben weitergeleitet.

Und nun machen sich Anke Casper und ihre Mitstreiterinnen Hoffnung, dass es doch noch etwas werden könnte mit der gewünschten Vergrämung der Saatkrähen.

Denn in der Antwort des Umweltministeriums wird auf die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung zur Vergrämung der streng geschützten Saatkrähen „im Interesse der Gesundheit der Menschen“ hingewiesen. Das scheine im Fall des Sophien­stifts gegeben.

Das hat der Träger des Pflegeheims, der Bezirksverband Oldenburg, deshalb auch zum Anlass genommen, um einen Antrag auf die Genehmigung von Vergrämungsmaßnahmen zu stellen – und zwar bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Friesland.

Vorgesehen ist demnach ein erneuter Baumbeschnitt zur Vermeidung von Nestbau im Zeitraum Oktober 2018 bis Februar 2019. Erwogen wird auch der Einsatz akustischer und lichtoptischer Mittel. Dazu steht der Bezirksverband in enger Abstimmung mit dem Landkreis.

Zusammen mit Paten, Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern hofft Anke Casper, dass dieser Antrag genehmigt, die geforderten Maßnahmen umgesetzt werden und die Vergrämung der Krähen vom Sophienstift-Gelände gelingt.

Allerdings: Bereits im Frühjahr 2017 war aus den hohen Bäumen ums Sophienstift Totholz geschnitten worden, um den Saatkrähen Nistgelegenheiten zu nehmen. Genutzt hat das offenbar nichts. Die Stadt Jever hat nach dem Nein des Landkreises zur geplanten Vergrämung von Saatkrähen per Laserpointer aus den Bäumen der Innenstadt angekündigt, kein Geld mehr in Vergrämungsmaßnahmen zu stecken. Denn wie die jährlichen Zählungen ergeben: Ob für viel Geld vergrämt wird oder nicht – die Saatkrähen-Population in der Stadt bleibt weitgehend stabil.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.