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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Jetzt dreht sich auch der zweite Mahlstein

21.03.2019

Jever Holger Krahe strahlt. „Das läuft ja astrein“, sagt er. Und die anderen ehrenamtlichen Müller stimmen ihm zu. Drei Monate lang haben sie auf diesen Moment hingearbeitet: gemeinsam haben sie den zweiten Mahlstein in der jeverschen Schlachtmühle wieder repariert.

Der 4,5 Tonnen schwere Mahlstein mit einem Durchmesser von 1,80 Meter war kaputtgefroren. „Der Stein ist durch die Kälte in der Mitte geplatzt“, sagt Holger Krahe. „So konnten wir ihn auch nicht einfach herausheben.“

In Eigenkonstruktion haben die Männer dann eine Schelle angefertigt, die zum Halt um den Stein geschnallt wurde. Zudem haben die ehrenamtlichen Müller Löcher durch den Stein gebohrt, für sechs dicke Bolzen. Dadurch wurde der Stein zusammengezogen. Und zur Sicherheit kam noch Fliesenkleber hinzu.

Jetzt haben die Müller den schweren Mahlstein wieder auf das Pendellager eingesetzt und die Schelle entfernt – so dass der Stein sich jetzt wieder drehen kann. Aber: „Er dient nur dazu, die Technik zu erklären“, sagt Siegfried Wendel. „Jetzt bauen wir noch Plexiglas drumherum, damit alles geschützt ist, aber gut sichtbar bleibt.“

Denn eigentlich ist so ein Mahlstein gar nicht richtig zu sehen: In der Schlachtmühle ist noch ein weiterer, etwas kleinerer Stein, mit einem Durchmesser von 1,60 Meter. Hier ist der Stein aber durch eine Verkleidung (genannt: Bütt) versteckt, der Mahlstein ist also nicht zu sehen.

Bis zum Saisonstart der Schlachtmühle am 14. April soll dann alles komplett fertig sein. Ab 11 Uhr laden die Müller zu ihrem Buchweizenfest ein: Dann wird Buchweizen mit der Handmühle gemahlen, es gibt Leckereien, von Waffen bis Kuchen: natürlich alles aus Buchweizen.

Und die Besucher können sich alle Techniken in der Schlachtmühle einmal genauer anschauen, die die ehrenamtlichen Müller in der Vergangenheit wieder fit gemacht haben – von Walzenstuhl bis Mahlstein.

Übrigens: „Wir haben keine neuen Techniken – nur das, was die Müller früher auch hatten“, betont Siegfried Wendel. Gerne erklären die Ehrenamtlichen, wie diese alten Techniken aussehen und funktionieren – die sonst womöglich verloren gingen.

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Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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