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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Am Moorland sollen 18 Bauplätze entstehen

07.08.2018

Jever Jevers Ratsgremien beenden die Sommerpause: Am Mittwoch, 15. August, kommt um 16.30 Uhr im Anton-Günther-Saal des Rathauses der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung zur Sitzung zusammen. Thema ist der Bebauungsplan Nr. 106 „westlich Beim Dünkagel“ – es geht um die Abwägung der zum Vorentwurf eingegangenen Stellungnahmen und den Satzungsbeschluss.

Die Stadt hatte 2009 etwa 1,6 Hektar große Flurstück gekauft. Die Fläche liegt zwar im Außenbereich, kann aber laut Stadt im beschleunigten Verfahren ohne Umweltprüfung beplant werden. Grundlage ist ein Beschluss des Verwaltungsausschusses von 2013, wonach dort 18 Baugrundstücke entstehen könnten. Auf den Grundstücken sind Einzel- und Doppelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten zugelassen. Das Gebiet ist seit 2009 im Flächennutzungsplan als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen.

Anwohner der benachbarten Grundstücke sehen die Pläne der Stadt kritisch. Sie störten sich vor allem am beschleunigten Verfahren ohne Umweltbericht. Denn das geplante Neubaugebiet grenzt direkt ans geschützte Moorland an. Auch die untere Naturschutzbehörde beim Landkreis hatte in einer ersten Stellungnahme eine Kartierung in diesem Bereich gefordert. Nach einem Abstimmungsgespräch von Stadt und Landkreis kann nun jedoch auf die Bestandskartierungen verzichtet werden, „wenn der für das Gebiet naturschutzfachlich wertvolle Bereich im Süden – die Weiden mit direkt umgebendem Grünland und einem Entwässerungsgraben – so erhalten bleibt“. Sollten diese Flächen später überplant werden, so sind allerdings Untersuchungen der Gruppen der Brutvögel, Fledermäuse und Amphibien erforderlich, legt die untere Naturschutzbehörde fest.

Anlieger haben zudem bereits mehrfach auf die schwierigen Bodenverhältnisse im künftigen Baugebiet hingewiesen. Darauf weist auch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in seiner Stellungnahme hin – es geht um sulfatsaure Böden, bei deren Bearbeitung Schwermetalle freigesetzt werden, und um sehr lockeren Boden, der Bauvorhaben erschweren wird.

Laut Abwägungsvorschlag des von der Stadt beauftragten Planers gehört dieses Thema in die nachgelagerte Erschließungsplanung/Bauausführung und nicht auf die Ebene der Bauleitplanung.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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