• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
E-Paper wird an diesem Freitag für Sie freigeschaltet
+++ Eilmeldung +++

Mögliche Verzögerungen Bei Gedruckter Nwz
E-Paper wird an diesem Freitag für Sie freigeschaltet

NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Arbeiten nach Industrienormen

28.11.2017

Jever Die Neuanschaffung ist auf den ersten Blick eher unscheinbar: Eine optische Einheit – ein Mikroskop – ein Bildschirm, daneben Schleif- und Schneideinheit und Feinpoliergerät, alles auf einem Arbeitstisch fest montiert. Doch sobald Detlef de Wendt in der Abteilung Kabelkonfektion der Werkstatt für behinderte Menschen am Hillernsen Hamm in Jever das Schliffbildlabor in Betrieb nimmt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Es vergrößert winzigste Kabelverbindungen, zeigt deutlich, wie die Kontakte verpresst sind.

„Einer unserer wichtigsten Kunden fordert bei jedem Wechsel von Litzen und Crimp-Werkzeugen für andere Kontakte ein Schliffbild, damit die Fertigungs-Qualität gesichert ist“, erklärt Werkstatt-Leiter Lothar Steinbach: Bisher bedeutete die Schliffbildanalyse Kosten durch einen externen Anbieter und einen Produktionsausfall von bis zu fünf Arbeitstagen, da erst nach Freigabe weitergefertigt werden kann.

Deshalb hat die Werkstatt ein eigenes Schliffbildlabor angeschafft. Und das konnten die Besucher beim Tag der offenen Tür in der Werkstatt am Sonntag in Aktion erleben.

Wie jedes Jahr strömten den ganzen Tag lang Massen durch die Werkstattgebäude am Hillernsen Hamm, kauften im Werkstattladen und beim Flohmarkt des Fördervereins ein, verputzten Grünkohl mit Pinkel, Eintopf, Kaffee und Kuchen, sahen den Beschäftigten bei der Arbeit zu und ließen sich erklären, wie dort mittlerweile nach Industrienorm produziert wird.

„Die Arbeit hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert“, sagt Steinbach: Die Anforderungen der Kunden sind gestiegen – die Werkstatt muss nach aktuellen Anforderungen produzieren, will sie Aufträge behalten.

Mit der Produktion finanziert die Werkstatt den Lohn der Beschäftigten. „Manchmal wäre es schön, wenn unsere Arbeit mehr wertgeschätzt würde“, meint Steinbach.

Viel Wertschätzung erfahren haben die beiden Werkstatt-Künstler Thomas Ennen und Heiner Janßen Sie nehmen an den Malkursen der Jeveranerin Sophia Palm teil. Seit drei Jahren arbeitet sie mit den Beschäftigten der Werkstatt und ist sehr stolz auf die Ergebnisse.

So konnten in einem Extra-Raum Landschaften, Porträts und Malereien von Vögeln, Hirschen und Pferden bewundert werden. Alle mit Kreide gemalt. Und Thomas Ennen führte den Besuchern vor, wie er Bilder, die er im Kopf hat, mit Kreide auf Papier bannt und am Ende mit Haarspray fixiert.

Mehrere Beschäftigte der Werkstatt sind mittlerweile betreut in Arbeit außerhalb der Einrichtung. Das Projekt „Vielfalt leben“ soll berufstätige mit Behinderung fördern und deutlich machen, dass sie sehr gut in Betriebe integriert werden können.


Mehr Infos unter   www.vielfalt-leben.net 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.