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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Mit digitaler Strategie in die Zukunft

22.06.2019

Jever 12 Prozent Dividende zahlt die Apothekergenossenschaft Noveda ihren Mitgliedern – „Sie können sich vorstellen, dass viele da gern Mitglied wären. Aber keine Chance. . .“ Doch mit den 6 Prozent Dividende bei der Volksbank Jever könne man auch sehr zufrieden sein: Manuel Andrack, Gastredner bei der Vertreterversammlung der Volksbank Jever am Donnerstag im Dannhalm-Theater Jever, entpuppte sich als überzeugter Anhänger der Genossenschafts-Idee.

Auf Raiffeisen-Tour

Zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (30. März 1818 bis 11. März 1888) war Manuel Andrack auf Raiffeisen-Tour durch Deutschland: Er besuchte 40 Genossenschaften – „am Anfang war ich Berichterstatter, am Ende Genossenschafts-Fan“, berichtete er. Und sogar Mitglied in mehreren Genossenschaften.

Munter und witzig gab der Autor und Moderator einen Überblick über seine Erlebnisse – an der Kasse eines Marktes der Einkaufsgenossenschaft Rewe, bei der Mediengenossenschaft TAZ, bei der Gründerinnengenossenschaft „Weiberwirtschaft“, bei Winzer- und Brauereigenossenschaften, beim Deutschen Milchkontor, beim Genossenschaftsverband, bei der Ärztegenossenschaft Nord und natürlich bei Volksbanken.

„Wir sind Weltkulturerbe“, erklärte er: Die Genossenschaftsidee wurde Ende 2016 zum immateriellen Welterbe erklärt.

Vor 247 Teilnehmern, davon 178 stimmberechtigte Genossenschaftsmitglieder, außerdem Gäste und Vertreter der Kommunen im Jeverland, der Landwirtschaft und der Wirtschaft sowie in Jochen Ewald und Gerd Köhn zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern, blickten Michael Engelbrecht und Lambert Meyer vom aktuellen Vorstands-Trio durchaus zufrieden aufs Jahr 2018 und in die Zukunft.


 Die Bilanzsumme stieg 2018 um 5,3 Prozent – um 49 Mio. Euro auf 979 Millionen Euro.


 Zuwächse verzeichnet die Bank im Kreditgeschäft mit 732 Mio. Euro (plus 3,1 Prozent/plus 23 Mio. Euro) und im Einlagengeschäft mit 664 Mio. Euro (plus 6,6 Prozent/41 Mio. Euro). Rechnet man Kredite und Anlagen im Verbund (zum Beispiel der Bausparkasse Schwäbisch Hall) hinzu, ergibt sich ein Kundenwertvolumen von rund 1,9 Milliarden Euro.


 Die Ertragslage lag mit einem Betriebsergebnis von 11,4 Mio. Euro deutlich über dem Betriebsergebnis 2017 und wird als gut bewertet. Das Immobilien-Geschäft läuft weiter sehr erfolgreich mit positiver Wirkung aufs Kredit- und Einlagenvolumen, aber auch auf das Versicherungsgeschäft.


 Das Eigenkapital hat sich um 7,1 Mio. Euro (plus 6 Prozent) erhöht auf inzwischen 124,8 Mio. Euro.


 Die Gesamtaufwendungen der Volksbank Jever bewegen sich mit 18,7 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau. Enthalten sind darin knapp 1 Mio. Euro Investitionen.


 Das Steueraufkommen liegt bei rund 3,6 Mio. Euro.


 Die Vertreterversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat und beschloss eine Dividende von 6 Prozent auf den Jahresüberschuss von 1,825 Millionen Euro – das sind 774 000 Euro. Der Rest fließt in die Rücklage.


 Wiedergewählt als Aufsichtsratsmitglieder wurden Carsten Dirks (Wangerland), Christiane Stenzel (Wangerooge) und Rainer Ufken (Sande).

Die neuen Herausforderungen sind weitgehend die alten, berichtete Engelbrecht: Niedrig-/Minuszins, überbordende Bürokratie und Regulatorik und die Digitalisierung. Damit Fintech-Unternehmen und Direktbanken der Genossenschaftsbank nicht die Kunden wegnehmen und „damit es uns nicht ergeht wie den Volksparteien und die jungen Leute alle weg sind“, setzt die Volksbank Jever verstärkt auf digitale Angebote wie Online-Banking und Online-Filialen. Rund 58 Prozent der Bankkunden nutzen das Online-Banking der Volksbank, 74 Prozent sogar über die mobile App.

Ziel der Weiterentwicklung ist, dass der Volksbankkunde an jedem Punkt seiner digitalen Bankgeschäfte direkt zum Berater wechseln kann – „und das können Direktbanken und Fintech nicht“, sagte Engelbrecht.

Lambert Meyer erläuterte kurz den Jahresabschluss 2018 – Schwerpunkt: das überdurchschnittlich hohe Eigenkapital von 124,8 Millionen Euro. Damit steht die Volksbank Jever sehr stabil und zukunftsstark da. Auf den Jahresüberschuss von 1,825 Millionen beschloss die Vertreterversammlung eine Dividende von 6 Prozent – 774 000 Euro. Der Rest fließt in die Rücklage.

Aufsichtsratsvorsitzende Doortje Sabin sprach dem Vorstand, aber insbesondere den 220 Mitarbeitern, den Dank des Aufsichtsrats und der Genossenschaftsmitglieder aus.

In den kommenden Jahren wird die Volksbank ihre Mitarbeiterzahl reduzieren – die Babyboomer-Jahrgänge kommen ins Rentenalter, geplant ist, Stellen nicht mehr wiederzubesetzen, berichtete Engelbrecht.

Bei den Filialen bestehe zurzeit kein Handlungsbedarf. Die Volksbank hatte 2014 begonnen, ihr Netz umzuorganisieren und zu verkleinern.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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