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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Vortragsreihe Der Wau Jever: Über die Erfolgsgeschichte des Löfflers

08.10.2019

Jever Weißes Gefieder mit einem zarten gelblichen Hauch und ein langer Federschopf am Hinterkopf, den er bei Erregung zu einer Fächerkrone abspreizt: Der Löffler ist eine sehr attraktive Vogelart an der Küste: Ihm widmet die WAU – die wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz Jever – den ersten Vortrag ihrer Winterreihe. Zugleich beteiligt sich die WAU damit an den Zugvogeltagen im Nationalpark Wattenmeer.

Ein Löffler. BILD: Hans Uhlmann

Die Vorträge der WAU

Sechsmal lädt die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz in diesem Winter zu Vorträgen ein. Alle Vorträge finden im Anton-Günther-Saal des Rathauses Jever statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, alle Interessierten sind willkommen.


 Montag, 14. Oktober: Lena Nachreiner und Hans Uhlmann: „Der Löffler – eine attraktive Vogelart im Wattenmeer – Beobachtungen auf der Insel Mellum.
 Dienstag, 19. November: Olaf Geiter, Institut für Vogelforschung – Vogelwarte Helgoland: „Wasser in der Wüste –ornithologische Expeditionen zum Nasser-See (Assuan-Stausee) in Ägypten“.
 Dienstag, 3. Dezember: Angelika Borkenstein, Mitglied der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO): „Von Elfen und Jungfern – die faszinierende Welt der heimischen Libellen“.
 Dienstag, 14. Januar: Jan Herrmann, Tiermediziner, Internetseite Cetacea – Wal und Mensch: „Kleiner Wal mit großem Hunger – Schweinswale in der Nordsee“.
 Dienstag, 11. Februar: Dr. Martina Karle, Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung: „Im Wechsel der Gezeiten – Geschichte unserer Küstenlandschaft seit der letzten Eiszeit“.
 Dienstag, 10. März: P.D. Dr. Holger Freund, Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg, ICBM - Terramare: „Makroplastik in der südlichen Nordsee – Quellen, Verbreitungspfade und Vermeidungsstrategien“.

Mehrfach wurde in WAU-Vorträgen bereits über den Löffler berichtet, „doch inzwischen gibt es viele weitere Erkenntnisse“, sagt WAU-Vorsitzender Werner Menke. So hatte der Löffler seinen Verbreitungsschwerpunkt in Europa über lange Zeit nur im Südosten (Schwarzmeerbereich, Plattensee in Ungarn, Neusiedler See) und Südwesten (Spanien). Dazu kamen isolierte nördliche Brutgebiete in den Niederlanden. Ob der Löffler in früheren Zeiten auch Brutvogel in Deutschland war, darüber sind sich die Experten nicht einig.

„Ausgehend von der niederländischen Population setzte dann eine Besiedlung unseres Küstenraumes ein, die bis heute anhält: 1995 wurden erste Bruten auf Memmert festgestellt, wo es 1962 bereits einen erfolglosen Brutversuch gegeben hatte; 1996 nistete die Art erstmals auf Mellum. Inzwischen ist der Löffler auf den meisten ost- und nordfriesischen Inseln vertreten und auch Dänemark wurde besiedelt“, sagt Menke.

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Der Löffler zeigt derzeit wohl die am stärksten anwachsende Brutpopulation aller Vogelarten im Nationalpark Wattenmeer; allein im deutschen Wattenmeer brüteten 2019 über 1000 Paare.

Am Montag, 14. Oktober, berichten Lena Nachreiner und Hans Uhlmann beim ersten WAU-Vortrag um 19.30 Uhr im Anton-Günther-Saal über den Löffler. Lena Nachreiner ist Studentin der Landschaftswissenschaften an der Hochschule Neubrandenburg und der Region verbunden, seit sie 2013/14 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Nationalparkhaus Wangerland in Minsen abgeleistet hat.

2018 war sie von März bis September Naturschutzwartin auf Mellum und hat intensiv die Entwicklung der dortigen Löffler-Population beobachtet. Über die Ergebnisse des Nest-Monitorings hat sie ihre Bachelorarbeit geschrieben. Aus der wird sie die wesentlichen Aussagen zum Reproduktionsgeschehen und Bruterfolg vorstellen.

Der Hooksieler Hans Uhlmann, Mitglied in WAU und Mellumrat, hat 2016, 2017 und 2018 mehrere Monate auf Mellum verbracht und dort ebenfalls intensiv die Löffler beobachtet. Aus dieser Erfahrung heraus wird er die Ausführungen von Lena Nachreiner um wesentliche Punkte ergänzen.

Bis März folgen fünf weitere WAU-Vorträge. Die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz mit Sitz in Jever besteht seit 1971 als regionale Umweltorganisation im Landkreis Friesland.

Wesentliches Anliegen ihrer Gründungsmitglieder war die Unterschutzstellung des Elisabeth-Außengrodens zwischen Harlesiel und Schillig. Der Initiative der WAU ist zu verdanken, dass dieses Gebiet bereits 1973, also lange vor der Einrichtung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, zum Naturschutzgebiet wurde.


Mehr Infos unter   www.wau-jever.de 
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