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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

50 Jahre – und keiner hat’s gewusst

09.12.2017

Jever Wie lange gibt es den Weihnachtsmarkt in Jever eigentlich schon? Diese Frage lässt sich nicht so leicht zu beantworten. Die einen schätzen 30 Jahre, die anderen meinen 40 – und wieder andere wollen sich da lieber nicht so genau festlegen.

2. Advent

Am 2. Advent, Sonntag, 10. Dezember, stattet um 16 Uhr der Weihnachtsmann dem Weihnachtsmarkt in Jever einen Besuch ab und verteilt Süßigkeiten an die Kinder.

Von 16 bis 18 Uhr gibt es zudem Live-Musik von Thorsten Willer auf dem Weihnachtsmarkt.

Im Schützenhof findet von 10 bis 17 Uhr der weihnachtliche Kreativmarkt „Ankerplatz Nord“ statt mit Ausstellern aus der Region.

Im Lokschuppen spielt von 11 bis 13 Uhr die Second Life Jazz Band New-Orleans-Jazz. Karten gibt es noch in der Tourist-Info am Alten Markt und an der Tageskasse. Der Eintritt kostet 15 Euro.

Das Teufelchen Meffi ist ab 16 Uhr im Lokschuppen zu sehen. Karten für das Weihnachtsmärchen des Jever-Art-Ensembles gibt es ebenfalls in der Tourist-Info oder direkt im Lokschuppen.

Ein Blick ins Archiv der NWZ hat gezeigt: Vor genau 50 Jahren, also 1967, ist ein erster Versuch eines Weihnachtsmarktes unternommen worden. Ein vergessenes Jubiläum also.

Davor war es üblich, eine „Marktwoche“ vor Weihnachten abzuhalten. 1967 dann der Beschluss: Auch Buden mit Punsch und Bratwurst sowie ein Karussell sollten hinzukommen. Darüber hinaus fand noch der sogenannte „Christbaummarkt“ statt – es gab also drei Märkte in der Vorweihnachtszeit in Jever.

Der Weihnachtsmarkt wuchs dann stetig weiter: 1977 schrieb der Jeverland-Bote: „Morgen, Freitag, wird auf dem ,Alten Markt‘ vor dem Johann-Ahlers-Haus der jeversche Weihnachtsmarkt größer und schöner als je zuvor eröffnet.“ Zudem wechselte der Standort: Viele Jahre öffnete der Markt vor dem Johann-Ahlers-Haus, danach auf dem Schlossplatz – und heute auf dem „Alten Markt“.

Während die einen Schausteller kamen und gingen, war eine Bude immer dabei: „Schmidts Bauerndiele“, in der es unter anderem Punsch und Glühwein gibt. Wie viele Jahre sie genau dabei ist, können die Betreiber Rainer Schmidt und seine Schwiegertochter Jasmin Langenscheidt nicht genau sagen. „Auf jeden Fall mehr als 30 Jahre“, meint Rainer Schmidt. Er erinnert sich noch: Sein Sohn Philipp war damals noch klein – und der ist heute 38 Jahre alt.

Seit vier Jahren steht die Frau von Philipp, Jasmin Langenscheidt, jedes Jahr in „Schmidts Bauerndiele“. Nicht nur ihr Mann, auch sie selbst stammt aus einer Schausteller-Familie. „Und unser siebenjähriger Sohn Philipp schnuppert auch schon mal rein.“

Denn bei diesem Markt dabei zu sein, ist für Jasmin Langenscheidt sehr wichtig. „Wir haben viele Stammkunden, sind mit ihnen per Du – und es bereitet uns jedes Jahr Freude, hierherzukommen.“ Warum? „Weil der Markt hier tatsächlich besinnlich ist.“ Ohne Sauferei, ohne Pöbelei.

Und das, obwohl es Zeiten gibt, in denen viel los ist. Geöffnet wird die Bude schon nachmittags, die meisten Besucher kommen abends. Doch so genau lässt sich das vorher nie sagen – nicht mal vom Wetter ist das abhängig. „Selbst wenn es regnet, kommen einige. Die Jeveraner lassen uns nie im Stich.“

Und spätestens seit dem 23. Dezember vor einigen Jahren macht Jasmin Langenscheidt keine Vorhersage. „Das Wetter war schlecht und wir dachten: Es wird nicht viel los sein und es reicht, wenn ich allein hinter der Theke stehe.“ Doch falsch gedacht. Ganz Jever schien auf einmal Glühwein trinken zu wollen, Bude und Markt waren rappelvoll. „Aber ich schmiss den Laden allein und bekam am Ende standing ovations.“

Solche Situationen sind es, die Jasmin Langenscheidt deutlich machen: Auch die nächsten Weihnachtsmärkte in Jever möchte sie auf keinen Fall verpassen. Und wenn sie einmal nicht mehr kann, wird Sohn Philipp die Bauerndiele übernehmen. Dann wäre das schon die zehnte Generation. „Wir sorgen also dafür, dass wir Jevers Weihnachtsmarkt treu bleiben.“ Vielleicht ja auch die nächsten 50 Jahre.

Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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