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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Immobilienmarkt                                                                : „Generation Erben“ ist im Kaufrausch

16.03.2019

Jeverland 2018 war für die Volksbank und den Immobilienmarkt ein sehr gutes Jahr – und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass sich das ändert: „Wir haben mit 30 Millionen Euro Objektumsatz eine neue Höchstmarke erreicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Jever, Michael Engelbrecht, bei der interkommunalen Immobilienkonferenz.

Grunderwerbssteuer statt Maklergebühr

Wer eine Immobilie kauft, muss neben der Grunderwerbsteuer und der Notargebühr meist auch eine Maklerprovision bezahlen. Diesen Posten soll künftig der Verkäufer zahlen. „Ein populistischer Vorschlag – aber ohne Wirkung“, kritisiert Volksbank-Vorstand Michael Engelbrecht einen Vorstoß der Verbraucherschutzministerin Katarina Barley. Sie habe „ohne Not“ die Maklerprovision auf die Tagesordnung gesetzt. „Die Käufer nehmen das, was sie finanzieren können“, so Engelbrecht. Wenn der Verkäufer den Makler bezahlen soll, schlägt er diese Kosten beim Kaufpreis obendrauf.

Engelbrechts Gegenvorschlag lautet, die oft kostentreibenden Bauvorschriften zu entrümpeln. Zudem könne die Politik die in den vergangenen Jahren von 3,5 auf 5 Prozent gestiegene Grunder­werbsteuer anfassen und beispielsweise einen Freibetrag einrichten. So werde dafür gesorgt, dass auch Großinvestoren diese Steuern beim Immobilienkauf zahlen müssen.

Das Gespräch mit den Verwaltungschefs aus dem Jeverland über den heimischen Grundstücks- und Immobilienmarkt ist jedes Jahr das Vorspiel zur Bauausstellung mit Handwerkermesse der Volksbank. Die Baumesse findet am Samstag und Sonntag, 30. und 31. März, im Immobilien- und Finanzzentrum der Volksbank an der Mühlenstraße in Jever statt.

Die Fachausstellung steht diesmal unter dem Motto „Zukunft des Wohnens“. Handwerker, Wohnberater und Finanzfachleute sind vor Ort, es sind eine Reihe von Kurzvorträgen geplant und natürlich gibt es einen großen Überblick über das Immobilien und Grundstücksangebot in der Region.

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Die Kommunen können sich vor Bauwilligen oder interessierten Immobilienkäufern kaum retten. Ob Grundstücke für einen Neubau oder die Immobilie aus zweiter Hand: Die Nachfrage ist groß und in etlichen geplanten Baugebieten sind die besten Plätze schon reserviert und vergeben, bevor die Flächen überhaupt erschlossen sind, erklärten fast gleichlautend die Bürgermeister Jan Edo Albers (Jever), Gerhard Böhling (Schortens), Stephan Eiklenborg (Sande) und Björn Mühlena (Wangerland). Auch in Wilhelmshaven boomt die Nachfrage, sagte Stadtbaurat Oliver Leinert.

Das Immobiliengeschäft läuft in der gesamten Breite – Grundstücke, Neubauten und Gebrauchtimmobilien – weiterhin sehr gut. „Die Gründe sind die alten Gründe“, so Engelbrecht. „Das sind die nach wie vor günstigen Zinsen, das eher knappe Angebot auf dem Markt und die fehlendenden Anlagealternativen.“ Es gebe keinen Wettbewerb mehr zwischen Zinsanlagen und Immobilienanlagen. Inzwischen werde auch eine geerbte Immobilie nicht mehr unbedingt verkauft. Mangels Zinsen für einen Verkaufserlös verlässt man sich lieber auf die Mieteinnahmen. Das verknappt das Angebot.

„Die ,Generation Erben’ ist auf Kauftour“, sagte Engelbrecht. Sie sei gut ausgestattet mit Eigenkapital und profitiere von den niedrigen Zinsen. Das sei eine solvente Nachfragegruppe, die auch in konjunkturell schwächeren Zeiten am Markt bleibt. Da eine Zinswende nicht in Sicht ist, ist diese Entwicklung eine Haupttriebfeder für den Immobilienmarkt.

Das spüren auch die Städten und Gemeinden im Jeverland. Besonders in den top ausgestatteten Neubauten in Spitzenlagen schlage sich das in steigende Mieten nieder. Auch soziale Wohnungsbauprojekte rücken im Jeverland zunehmend in den Fokus.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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