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NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Kanadier im Auftrag der Bundeswehr

26.08.2015

Wittmund Knapp 30 Mitarbeiter, darunter etliche ehemalige Luftwaffen-Piloten und -mechaniker, sechs Maschinen des Typs Douglas A-4 „Skyhawk“ und ein Flugkontingent von jährlich 1200 Stunden bis Ende 2019: Das private kanadische Unternehmen Discovery Air Defence ist seit Anfang des Jahres in Wittmundhafen als Dienstleister für die Bundeswehr ansässig. Der Auftrag: schnelle Flugzieldarstellung für die Luftwaffe fliegen. Ein kleines Kontingent leisten die Kanadier zudem auch in Ausbildung für Heer und Marine.

Discovery Air Defence hat den bisherigen Dienstleister BAE Systems abgelöst, der seit 2001 vom Fliegerhorst in Wittmund aus Zieldarstellung für die deutsche Luftwaffe flog.

Vor gut einem Jahr wurde der Vertrag zwischen dem Koblenzer Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und dem Tochterunternehmen von Discovery Air Defence Services Incorporated (DADS) mit einem Auftragswert von rund 44 Millionen Euro unterzeichnet. Am Dienstag stellte Discovery Air Defence sich und seinen Auftrag in Wittmund erstmals der Öffentlichkeit vor.

Discovery Air ist ein kanadisches Spezialluftfahrtunternehmen, das mit etwa 900 Mitarbeitern mehr als 150 Luftfahrzeuge betreibt, erläutert Rolf Brandt von der DADS-Geschäftsführung am Dienstag. Die Tochterunternehmen liefern den kanadischen und deutschen Streitkräften luftgestützte Schulung, Sanitätsflugdienste, luftgestützte Feuerlöschflüge, Hubschrauberbetrieb, Charterflüge sowie eine Reihe von Dienstleistungen in den Bereichen Instandhaltung, Wartung, Reparatur, Modifizierung und Zertifizierung.

Als Bundeswehrdienstleister werden die wendigen und entmilitarisierten Skyhawk-Jets unter anderem für die Zieldarstellung und Schulung der Eurofighter-Piloten geflogen. Als Ziel fungiert dabei ein an einer Winde gezogener spezieller Schießzylinder mit elektronischer Treffermessung. Außerdem trainieren die DADS-Flieger über der Nordsee gemeinsam mit den Eurofighter-Piloten den Luftkampf.

Die ausgelagerte Luftunterstützung habe für die Bundeswehr viele Vorteile, erläuterte Brandt: Kostspieligere Flugstunden mit dem Eurofighter würden eingespart und die Einsatzkapazität würde optimal ausgenutzt.

Einer Flugstunde mit der Skyhawk stünden rund 20 Stunden für Materialerhaltung gegenüber. Dennoch würde diese Variante den Steuerzahler nur etwa ein Viertel dessen kosten, was eine Flugstunde im Eurofighter kostet: ein mittlerer fünfstelliger Betrag.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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