• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Wirtschaft

Kläranlage: Kanalnetz ist 87,4 Kilometer lang

13.07.2012

JEVER 3600 Kubikmeter Abwasser aus den jeverschen Haushalten landen im Durchschnitt jeden Tag in der Kläranlage im Gewerbegebiet Am Hillernsen Hamm – im Jahr 2011 waren es insgesamt 1,105 Millionen Kubikmeter Wasser. 20 Prozent der gesamten Abwassermenge kommen vom Friesischen Brauhaus.

„Dass hier industrielle Abwässer mitbehandelt werden, ist eine jeversche Besonderheit“, betonte Gerhard Mauer, Geschäftsführer der EWE Wasser GmbH, die die Abwasserreinigungsanlage Jever mit fünf Mitarbeitern betreibt, jetzt beim Besuch des jeverschen Bau-, Straßen- und Umweltausschusses. Das Abwasser der Brauerei wird in einer eigenen Stufe vorgereinigt, bevor es gemeinsam mit dem Haushalts-Abwasser weiterbehandelt wird. Das geklärte Wasser – es habe keine Trinkwasserqualität, sei aber sauberer als die gesetzlichen Vorgaben vorschreiben – fließt ins Tettenser Tief.

Der entstehende Klärschlamm wird in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt. Das bei der Rotte des Schlamms entstehende Klärgas wird zum Betrieb eines Blockheizkraftwerks in Wärme und Strom umgewandelt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Infos zur Abwassergebühr

Sowohl Mauer als auch Jevers Kämmerer Dietmar Rüstmann sehen Aufklärungsbedarf zur Abwasserbehandlung in Jever und insbesondere zur Höhe der Abwassergebühr. Denn immer wieder werde bemängelt, die Gebühren seien zu hoch – dabei liege Jever im Mittelfeld.

Der größte Kostenpunkt, betonten beide, sei die Unterhaltung des 87,4 Kilometer langen Abwasser-Kanalnetzes: Im vergangenen Jahr habe EWE viel Geld für die Sanierung der jeverschen Kanäle ausgegeben. „Sie entsprechen dem Stand der Technik“, so Mauer. Auch die Ablösung der alten Mischkanäle durch getrennte Systeme für Brauch- und Regenwasser sei ökonomisch wie ökologisch sinnvoll. „Regenwasser ist nicht belastet und muss deshalb nicht gereinigt werden“, erklärte er.

Ebenso wies Mauer die Aussage, die jeversche Kläranlage sei viel zu groß dimensioniert, zurück: „Für Jever reicht die Kapazität der Abwasserreinigungsanlage gerade aus, zum Teil erreichen wir an Spitzentagen auch die Auslastungsgrenze“, betonte er.

Dass trotz abnehmenden Wasserverbrauchs die Gebühren steigen, erklärte Sprecherin Kerstin Kuwan mit der höheren Schmutzkonzentration im Abwasser: Dadurch stiegen die Betriebskosten der Kläranlage.

Kosten für Kanalsystem

Die Unterhaltungskosten fürs Kanalsystem dagegen blieben stets gleich, egal, wie viel Wasser hindurchfließt“. Im Gegenteil: Je weniger Wasser durch die Kanäle strömt, desto häufiger müssten sie gespült werden – und das verursache zusätzliche Kosten.

Die Ausschussmitglieder nutzten gerne die Gelegenheit, sich von Kläranlagen-Leiter Karl Ihnken übers Gelände führen und sich die Funktionsweise der Anlage erklären zu lassen.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.